PP: Inselzulage kostet Menorca zehn Millionen Euro
Zehn Millionen Euro zusätzlich könnten die Verwaltungen auf Menorca nach Angaben der konservativen PP für die Inselzulage zahlen müssen. Die Partei will deshalb in allen Rathäusern und im Inselrat von Menorca Anträge einbringen. Darin fordert sie Geld von der Zentralregierung.
Die Inselzulage, auf Spanisch „complemento de insularidad“, wurde für Beschäftigte im öffentlichen Dienst angehoben. Die PP unterstützt die Verbesserung grundsätzlich. Sie kritisiert aber, dass die Regelung nicht nur den Staatsdienst betrifft, sondern auch die Personalkosten der lokalen Verwaltungen erhöht.
PP verlangt Ausgleich vom Staat
Die Kommunen und der Inselrat sollen diese Mehrkosten nach Ansicht von PP-Präsident Cristóbal Marqués nicht allein aus ihren eigenen Haushalten tragen. Sonst müssten sie womöglich andere Budgetposten kürzen, um die Ausgaben zu finanzieren.
Die Partei verlangt, dass die Zentralregierung ihre Zuweisungen an die Rathäuser und Inselräte der Balearen über die Beteiligung an den Staatseinnahmen erhöht. Die Entschädigung müsse die unterschiedliche Lage der einzelnen Inseln berücksichtigen. Marqués verweist dabei besonders auf die höheren Kosten der Insellage auf Menorca, Ibiza und Formentera.
Dauerhafte Regelung gefordert
Die PP von Menorca will außerdem einen dauerhaften Mechanismus durchsetzen. Künftige Anpassungen der Inselzulage sollen demnach automatisch mit den nötigen Finanzmitteln für die lokalen Verwaltungen verbunden sein.
Marqués betont, seine Partei wolle weder die Zulage zurücknehmen noch die Beschäftigten im öffentlichen Dienst schlechterstellen. Kommunen und Inselrat müssten aber genug Geld behalten, um Dienstleistungen anzubieten, zu investieren und die Bedürfnisse der Einwohner zu erfüllen.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com