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Invasive Algen halbieren Biomasse junger Posidonia

Invasive Algen können die Biomasse junger Posidonia nach einer Studie des Instituts für Mittelmeerstudien (Imedea, CSIC-UIB) um bis zu 50 Prozent verringern. Das Institut berichtete am 18. August 2026 in Palma auf Mallorca über ein Experiment zu den Makroalgen Caulerpa cylindracea und Lophocladia trichoclados.

Archivo - Una pradera de posidonia
Foto: FUNDACIÓN OCEANOGRÀFIC – Europa Press

Die beiden invasiven Algen bremsen demnach die Entwicklung der Posidonia-Pflänzchen. Sie bilden weniger Blätter aus, ihre Blattfläche nimmt ab und die Biomasse sinkt um 40 bis 50 Prozent.

CO2-Effekt auf Pflänzchen begrenzt

Die Forschenden untersuchten über mehr als fünf Monate die ersten Lebensphasen der Posidonia. Dabei berücksichtigten sie den steigenden CO2-Gehalt, die damit verbundene Versauerung des Meeres und die Ausbreitung invasiver Algen im Mittelmeer.

Der erhöhte CO2-Gehalt hatte laut Studie nur begrenzte Auswirkungen auf die Pflänzchen. Bei Photosynthese, Wachstum und Biomasseproduktion ergaben sich keine wesentlichen Verbesserungen.

Wurzeln verlieren bakterielle Vielfalt

Zugleich verringerten die invasiven Makroalgen die Vielfalt der Bakterien an den Wurzeln und veränderten die Zusammensetzung des Mikrobioms. Diese Mikroorganismen stehen nach Angaben des Imedea mit der Ernährung der Pflanze und ihrer Reaktion auf Stresssituationen in Verbindung.

Studienleiterin Iris Hendriks erklärte, die Kontrolle der Ausbreitung invasiver Algen könne die natürliche Regeneration der Posidonia-Wiesen auf den Balearen fördern. Der Schutz der Posidonia habe dort hohe umweltpolitische Priorität.

Quelle: Europa Press / Mallorca.com