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Meerenge: 26 Prozent mehr irreguläre Einreisen

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

An der Meerenge steigen die erfassten irregulären Einreisen nach Spanien von Januar bis September 2026 um 26 Prozent. Die europäische Grenz- und Küstenwache Frontex zählt dort 18.260 Grenzübertritte. In der gesamten Europäischen Union sinkt die Zahl im selben Zeitraum dagegen um etwa ein Drittel. Die Statistik lässt allerdings mehr als 80.000 Menschen aus, die am 30. und 31. Juli von Marokko nach Ceuta kamen.

Agentes de la Policía Nacional intervienen durante el proceso de desalojo del embolsamiento de migrantes en la playa de El Trampolín, a 4 de octubre de 2026, en Ceuta (España).
Europa Press

In der EU sinken die Zahlen

EU-weit erfasst Frontex in den neun Monaten etwas mehr als 91.000 irreguläre Grenzübertritte. Die Agentur führt den Rückgang auf die Zusammenarbeit mit Partnerländern und vorbeugende Maßnahmen in den Herkunftsländern zurück.

Auf der östlichen Mittelmeerroute sinkt die Zahl um 15 Prozent, auf der zentralen um 56 Prozent. Zusammen entfallen auf diese beiden Routen dennoch fast 60 Prozent aller erfassten irregulären Einreisen in die EU. Die westliche Mittelmeerroute ist die einzige große Route mit einem Anstieg.

Zu den Kanaren vervierfachen sich die Zahlen im September

Auch auf der Route von Westafrika zu den Kanarischen Inseln schwanken die Zahlen deutlich. Für Januar bis September zählt Frontex 7.100 irreguläre Einreisen, 45 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im September erfasst die Agentur jedoch fast 1.900 Grenzübertritte – viermal so viele wie im August. Frontex berichtet dabei von Abfahrten aus Marokko und Gambia.

EU-Innenkommissar Magnus Brunner sieht in den insgesamt sinkenden Zahlen einen Erfolg der Migrationspolitik. Zugleich warnt er, dass Schleuser ihre Routen und Methoden anpassen. Er will sich für mehr Befugnisse für Frontex einsetzen und noch vor Jahresende einen Vorschlag für einen Notfallrahmen vorlegen. Frontex-Direktor Hans Leitjens warnt ebenfalls: Die Lage könne sich schnell ändern.

Themen: Migration

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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