Palma: Hunderte fordern Hilfe für Katzenkolonien
Hunderte Menschen sind am Sonntag durch Palma gezogen und haben eine „ethische und echte“ Betreuung von Katzenkolonien gefordert. Die Demonstration unter dem Motto „Los gatos tienen ley“ – „Katzen haben ein Gesetz“ – führte von der Plaça d’Espanya zur Plaça de Cort.
Angeführt von einer Batucada forderten die Teilnehmer die Umsetzung des Tierschutzgesetzes für Gemeinschaftskatzen. Auf Plakaten stand unter anderem: „Wenn wir nicht rausgehen, ändert sich nichts“ und „Hört auf, die Menschen auszubeuten, die sich kümmern“.
Forderung nach Verantwortung der Behörden
Aufgerufen hatten Betreuer von Katzenkolonien und Tierschutzorganisationen. Sie verlangen von den Verwaltungen, Verantwortung zu übernehmen und eine „echte, ethische und wirksame“ Betreuung der Katzenkolonien sicherzustellen.
Die Aktion lief gleichzeitig in mehreren Orten Spaniens. Die Organisatoren betonten, dass die Einhaltung eines Gesetzes nicht von der Postleitzahl abhängen dürfe.
Gesetz gilt, Umsetzung bleibt umstritten
Nach Ansicht der Demonstranten klafft in vielen Gemeinden weiter eine Lücke zwischen den gesetzlichen Pflichten und dem Alltag der Katzenkolonien. Das Tierschutzgesetz sieht für Gemeinschaftskatzen unter anderem kommunale Aufgaben bei Identifizierung, Erfassung, Sterilisation, tierärztlicher Versorgung, Fütterung, Unterbringung und Wohlbefinden vor.
Nicht fehlende Gesetze seien das Problem, erklärten die Teilnehmer, sondern deren fehlende „wirksame und einheitliche“ Anwendung. Die Verantwortung dürfe nicht auf Freiwillige abgewälzt werden, sondern brauche stabile öffentliche Maßnahmen, Planung, finanzielle Mittel und Kontrollmechanismen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com