Balearen prüfen Kaufgrenzen für Nichtresidenten
Die Balearenregierung prüft mögliche Kaufgrenzen für Nichtresidenten, die Zweitwohnungen erwerben wollen. In Palma erklärte Regierungssprecher und Vizepräsident Antoni Costa am 10. September, das Govern wolle die Umsetzbarkeit von Maßnahmen aus einem europäischen Gesetzesprojekt zum Wohnen analysieren.
Der Entwurf könnte Regionen unter anderem erlauben, sich zur angespannten Zone zu erklären. Dann könnten sie den Kauf von Immobilien durch Unternehmen einschränken, leerstehende Wohnungen belasten und Ferienwohnungen verbieten.
Regierung will Maßnahmen prüfen
Costa betonte, die Informationen zu dem europäischen Vorhaben seien neu. Das Govern wisse daher noch nicht, wann die Regelung Realität werden könnte. Zugleich sei die Regierung offen für wirksame Maßnahmen, die das Wohnungsproblem der Bewohner lösen sollen.
Keine Vorschläge würden grundsätzlich ausgeschlossen, sagte Costa. Eine Ausnahme seien jedoch Obergrenzen für Höchstpreise. Diese hält das Govern nach seinen Angaben für kontraproduktiv und für nachteilig für besonders vulnerable Menschen.
Kaufbeschränkungen für Nichtresidenten will die Regierung anwenden, falls sie tatsächlich vorgeschlagen werden, kein „globo sonda“ – ein bloßer Testballon – sind und den Bürgern der Balearen beim Zugang zu Wohnraum helfen.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com