Formentera bekommt 10 Millionen Euro für Kinderschutz
Formentera erhält bis zu 10 Millionen Euro für den Schutz von Minderjährigen und die Unterstützung von Familien. Das Geld soll dem Inselrat helfen, soziale Rechte zu sichern und soziale Vormundschaften für Kinder und Jugendliche zu übernehmen. Am 21. Juli 2026 zählte der Dienst für Kindheit und Familie bereits 164 neue Vormundschaften.
Die Sozialbehörde der Balearen begründet die direkte Finanzhilfe mit einem außergewöhnlichen Anstieg des Bedarfs in den vergangenen Jahren. Dadurch seien Ausgaben stark gestiegen und Mittel, die für andere Dienste und Zuständigkeiten vorgesehen waren, in den Sozialbereich geflossen.
Zahl der Vormundschaften steigt stark
Im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 hatte Formentera 66 neue Vormundschaften gezählt. Das entspricht laut Sozialbehörde einem Plus von 148,5 Prozent. Derzeit bearbeitet der Inselrat 230 Vormundschaftsakten.
Hält die Entwicklung an, könnte der Consell de Formentera zum Jahresende für mehr als 400 Minderjährige die Vormundschaft tragen. Die ursprünglich eingeplanten Mittel für den Bereich Soziales reichen nach Angaben der Behörde nicht mehr aus.
Ausgaben liegen weit über dem Plan
Für 2026 hatte der Inselrat 860.000 Euro an laufenden Ausgaben für den Sozialbereich vorgesehen. Bis zum 10. Mai waren jedoch bereits 3,6 Millionen Euro ausgegeben.
Bis Ende Oktober rechnet der Consell inklusive der bis 30. Juni aufgelaufenen Schulden mit Ausgaben von rund 10,5 Millionen Euro. Die Finanzhilfe der Balearen soll diese Belastung abfedern.
Themen: Soziales
Quelle: Europa Press / Mallorca.com