Kita-Verbände fordern in Palma eigenen Verhandlungstisch
Verbände und Gewerkschaften fordern in Palma einen eigenen Verhandlungstisch für die Betreuung und Bildung von Kindern bis drei Jahren. La Xarxa 0-3 sowie CCOO, UGT und STEI verlangen, dass die Runde dringend einberufen wird. Hintergrund ist ein Änderungsantrag der PSIB zum Hauptstadtgesetz.
Der Antrag soll den Dialog gesetzlich absichern, eine stabile öffentliche Finanzierung gewährleisten und die Arbeits- sowie Bildungsbedingungen in den „Escoletes“ verbessern. Die Organisationen sehen darin eine langjährige Forderung des gesamten Sektors aufgegriffen.
Finanzierung und kostenlose Betreuung
Die Verbände sprechen von einem „Schlüsselmoment“ für den Bereich. Es brauche einen klaren rechtlichen und finanziellen Rahmen, um historische Ungleichgewichte zu korrigieren.
Der geplante Verhandlungstisch soll nach ihren Vorstellungen eine tatsächlich kostenlose Betreuung, den Fortbestand öffentlicher Zentren und des ergänzenden Netzwerks sichern. Zugleich fordern sie, die Arbeitsbedingungen der Fachkräfte anzugleichen.
Kritik an prekären Arbeitsbedingungen
La Xarxa 0-3 betont, gute frühkindliche Bildung hänge auch von der Anerkennung der Frauen ab, die Kinder in den ersten Lebensjahren betreuen und bilden. Die Organisationen rufen alle politischen Kräfte dazu auf, die Einrichtung des Verhandlungstischs zu unterstützen.
Besonders betroffen seien Beschäftigte der „Escoletes“. Sie fallen derzeit unter den XIII. staatlichen Tarifvertrag für Betreuungs- und frühkindliche Bildungszentren sowie unter den III. Tarifvertrag des Inselbereichs Menorca für Schulen der Bildung von 0 bis 3 Jahren.
Themen: Arbeitsmarkt
Quelle: Europa Press / Mallorca.com