Vier Millionen Euro für kühle Orte auf den Balearen
Mehr Schatten auf Plätzen, grünere Schulhöfe und kühle Innenräume sollen auf den Balearen künftig als Klimaschutzräume dienen. Die Balearen-Regierung informierte am Dienstag in Palma Gemeinden und Inselräte über eine neue Förderung für diese Klimaschutzräume. Insgesamt stehen dafür vier Millionen Euro aus der Steuer für nachhaltigen Tourismus bereit.
Das Geld verteilt sich auf zwei Förderrunden mit jeweils zwei Millionen Euro. Projekte, die bei der ersten Runde leer ausgingen, können überarbeitet und erneut eingereicht werden. Gemeinden und Inselräte, die bisher nicht teilgenommen haben, erhalten mehr Zeit für eigene Vorschläge.
Nach Angaben der Regierung hatten in der vorherigen Runde 24 lokale oder insulare Einrichtungen Projekte eingereicht. 13 davon bekamen eine Finanzierung. Fast doppelt so viele Projekte seien vorgestellt worden, wie letztlich hätten gefördert werden können, erklärte Generaldirektor Diego Viu.
Schatten, Bäume und Räume zum Ausruhen
Die geförderten Vorhaben reichen von schattigeren Plätzen und Parks bis zu begrünten, kühlen Schulhöfen. Auch Baumstraßen als klimatische Korridore sowie öffentliche Innenräume können zu Klimaschutzräumen werden. Einige Projekte setzen zudem Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit ein, um die Wirkung der Maßnahmen auf den thermischen Komfort zu prüfen.
Die neue Förderung sieht fünf Programme vor: für kommunale Netze von Klimaschutzräumen, neue oder verbesserte Außenbereiche, begrünte Verbindungskorridore und öffentliche Innenräume. Möglich sind naturbasierte Lösungen wie Bäume, Vegetation, Schattenflächen und Wasserstellen.
Bis zu 250.000 Euro pro Gemeinde
Für die Planung kommunaler Netze kann die Förderung 100 Prozent der förderfähigen Kosten abdecken. Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern können höchstens 25.000 Euro erhalten, größere Gemeinden bis zu 50.000 Euro.
Für die Einrichtung oder Verbesserung von Klimaschutzräumen, für begrünte Korridore und Innenräume sind bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten möglich. Pro Gemeinde liegt die Obergrenze bei 250.000 Euro. Die Orte müssen zugänglich, kostenlos und öffentlich geöffnet sein, über Ruhebereiche verfügen und entsprechend ausgeschildert werden.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com