Künstlicher See mit 170 Tonnen Wasser: Balearen prüfen Fest
Für eine Feier in sa Pedrera in Sant Antoni auf Ibiza entstand Mitte August ein künstlicher See mit 170 Tonnen Wasser – obwohl eine Vorwarnstufe wegen Dürre galt. Die Balearen-Regierung hat deshalb Vorermittlungen eingeleitet und Informationen beim Rathaus von Sant Antoni angefordert. Am 9. September bestätigte Meeres- und Wasserkreislaufminister Juan Manuel Lafuente das Vorgehen.
Die sozialistische Abgeordnete Pilar Costa sprach im Parlament von einer „pharaonischen Wasserverschwendung“. Sie kritisierte, das Rathaus habe die Feier erlaubt. Zudem seien auf Ibiza alle über die Veranstaltung informiert gewesen.
Regierung will mögliche Verstöße prüfen
Lafuente sagte, jede Verschwendung von Wasser sei „nicht angemessen“. Nach Abschluss der Vorermittlungen solle geklärt werden, ob es Verstöße gegeben habe. Seine Behörde habe auf Ibiza trotz Stromausfällen im Sommer ein angemessenes Wassermanagement betrieben.
Der Minister widersprach zugleich der Darstellung, die Feier habe Unterstützung vom Rathaus erhalten. Die Regierung halte sich an die geltenden Vorschriften und habe bereits Informationen zu dem Ereignis verlangt.
Streit um Verantwortung auf Ibiza
Costa warf Lafuente vor, die Bevölkerung hinters Licht zu führen. Dass der Wasserverbrauch bei der Feier nun als unangemessen bezeichnet werde, sei widersprüchlich, weil das Rathaus die Veranstaltung nach ihrer Darstellung selbst genehmigt habe.
Die Abgeordnete verband den Fall mit Kritik an Exzessen, Überfüllung und der aus ihrer Sicht zu großen Nachsicht auf Ibiza. Ob die künstliche Wasserfläche bei dem Fest Folgen hat, soll nun die Prüfung der Balearen-Regierung zeigen.
Themen: Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com