Mallorcas Inselrat lehnt Schutz vor hohen Ladenmieten ab
Läden, die eine Mieterhöhung nicht mehr stemmen können, könnten schließen. Trotzdem hat der Inselrat von Mallorca in Palma am 10. September eine Begrenzung hoher Ladenmieten abgelehnt. Gegen den Antrag von MÉS stimmten PP, Vox und El PI.
MÉS wollte „missbräuchliche“ Erhöhungen bei den Mieten von Geschäftslokalen begrenzen, vor allem in Gegenden mit besonders hohem touristischen und Immobilien-Druck. Die Partei begründete den Vorstoß mit dem Schutz kleiner Geschäfte vor Touristifizierung, Überfüllung und steigenden Ladenpreisen.
Zwei Teile des Antrags kommen durch
Der Inselrat erkannte den lokalen Handel dennoch als wesentlichen Bestandteil des Lebens in Mallorcas Dörfern und Stadtvierteln an. Außerdem stimmte das Plenum dafür, die Regeln zur Umwandlung von Geschäftslokalen in Wohnungen zu überprüfen.
Die MÉS-Sprecherin im Inselrat, Catalina Inés Perelló, kritisierte die Ablehnung scharf. Es gehe um funktionierende Betriebe mit Kundschaft, die wegen steigender Mieten zur Schließung gezwungen sein könnten.
Inselrat beschließt Plan für öffentliche Aufträge
Zustimmung bekam MÉS dagegen für einen Plan zur verantwortungsvollen und lokalen öffentlichen Auftragsvergabe. Öffentliche Mittel sollen nach dem Vorschlag nicht allein nach dem Preis bewertet werden, sondern auch nach Folgen für das Gebiet, Arbeitsbedingungen, Umwelt und Mallorcas Wirtschaft.
Der Plan setzt zudem auf Kriterien der Nähe, den Konsum lokaler Produkte, weniger Abfall, Kreislaufwirtschaft und Energieeffizienz, soweit dies möglich ist.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com