Balearen-Linke: Ara Més will Podemos nicht an der Spitze
Auf den Balearen soll bei der Parlamentswahl am 29. November Ara Més eine gemeinsame Liste der alternativen Linken anführen – nicht Podemos. Das machten Lluís Apesteguia von MÉS per Mallorca und Josep Castells von Més per Menorca am Mittwoch in Palma auf Mallorca deutlich. Beide wollen trotzdem möglichst viele Parteien auf einem Stimmzettel vereinen.
Eine Liste, aber wer steht vorn?
Zu Ara Més gehören MÉS per Mallorca, Més per Menorca und Ara Eivissa. Das Bündnis verhandelt über eine gemeinsame Kandidatur mit Podemos, Sumar und Esquerra Unida. Castells begründet den Anspruch auf den Spitzenplatz mit den Kräfteverhältnissen zwischen den Parteien. Apesteguia sieht Ara Més als stärkste Kraft in der Runde.
Esquerra Unida wirbt ebenfalls für eine gemeinsame Liste. Ihr Sprecher Óscar Rodríguez hält es für sinnvoll, dass Ara Més sie anführt und Podemos den zweiten Platz übernimmt, falls das eine Einigung erleichtert. Bis Freitag müssen die Parteien ihre Koalitionen für die Wahl registrieren. MÉS per Mallorca und Més per Menorca wollen zuvor in Versammlungen darüber beraten.
Auch für den Senat wird verhandelt
Parallel sprechen MÉS und die Sozialisten der PSOE über gemeinsame Kandidaturen für den Senat auf Mallorca, Menorca, Eivissa und Formentera. Apesteguia zeigt sich zuversichtlich, betont aber, dass Verhandlungen bis zum letzten Moment dauern können. Eine Einigung steht noch nicht fest.
Die konservative Partido Popular plant dagegen, mit eigenen Kandidaten anzutreten. Auch Vox bereitet eigene Kandidaturen vor; über mögliche Absprachen entscheidet nach Angaben der Partei ihre nationale Führung.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com