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MÉS fordert soziale und grüne Aufträge auf Mallorca

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Wenn der Consell de Mallorca Aufträge vergibt, sollen künftig nicht nur Preis und Leistung zählen. MÉS hat am 8. September im Plenum in Palma einen Antrag für einen Plan zur verantwortungsvollen und lokalen öffentlichen Beschaffung eingebracht.

Archivo - La portavoz de MÉS en el Consell de Mallorca, Catalina Inés Perelló.
Europa Press

Der Inselrat vergibt nach Angaben der Partei jedes Jahr Verträge über Millionen Euro – für Bauarbeiten, Dienstleistungen und Lieferungen. Diese Ausgaben könnten stärker auf Mallorcas Wirtschaft und Gesellschaft wirken, argumentiert MÉS.

Chancen für kleine Firmen und feste Jobs

Der geplante Kriterienkatalog soll soziale, arbeitsrechtliche, ökologische und Qualitätsaspekte bei Verträgen des Consell de Mallorca und seines öffentlichen Sektors verankern. Kleine und mittlere Unternehmen sowie die Sozialwirtschaft sollen leichter an Vergaben teilnehmen können.

MÉS will außerdem stabile und hochwertige Beschäftigung fördern. Produkte aus der Nähe sollen bevorzugt werden, wenn die Art des Vertrags dies zulässt. Sprecherin Catalina Inés Perelló sagt, öffentliche Aufträge dürften nicht allein bedeuten, zum niedrigsten Preis einzukaufen.

Weniger Abfall, mehr Kontrolle

Der Antrag nennt auch Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung und Energieeffizienz als mögliche Kriterien. Hinzu kommen die Einhaltung von Arbeitsrechten, die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie sprachliche Rechte der Bürger bei Leistungen von Firmen, die für den Consell arbeiten.

Der Consell soll dem Plenum jährlich einen Bericht vorlegen. Darin soll stehen, wie weit der Plan umgesetzt ist und welche sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen er erzielt hat. Perelló fordert, dass die Ausgaben möglichst wirtschaftliche Aktivität auf der Insel schaffen und mallorquinische Unternehmen und Projekte stärken.

Themen: Umwelt · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com