Ministerin fordert Mietdeckel für die Balearen
In Eivissa auf Ibiza fordert Wohnungsministerin Isabel Rodríguez einen Mietdeckel für die Balearen. Bei einer Veranstaltung der Sozialisten am 16. September verlangte sie von Regierungschefin Marga Prohens, das Wohnungsproblem endlich ernst zu nehmen. Rodríguez zufolge könnte die Region die Mietpreise einfrieren, tue dies aber nicht, weil Prohens es nicht wolle.
Die Ministerin nennt die Lage auf Ibiza eine absolute Notlage beim Wohnen. Die spanische Regierung könne viel tun, sagte Rodríguez, brauche für ihre Maßnahmen aber die Unterstützung des Govern der Balearen.
Rodríguez verlangt Kurswechsel beim Wohnen
Rodríguez verwies auf das staatliche Wohnungsbaugesetz. Es ermögliche unter anderem den Aufbau eines bezahlbaren öffentlichen Wohnungsbestands. Maßnahmen, die in anderen autonomen Gemeinschaften bereits funktionierten, zeigten auf den Balearen nach ihrer Darstellung noch keine Ergebnisse.
Zugleich kritisierte die Ministerin, auf den Inseln werde ausländischen Investoren ein roter Teppich ausgerollt. Die Sozialisten haben zudem gegen die auf den Balearen geplante Städtebau-Regelung geklagt. Rodríguez bezeichnete sie als Aberration, weil sie Bauen auf ländlichem Grund ermögliche.
Rosario Sánchez verspricht Begrenzung der Mieten
Rosario Sánchez, sozialistische Kandidatin für die Govern-Wahl 2027, kündigte für den Fall eines Wahlsiegs an, die Balearen zu angespannten Wohnungsgebieten zu erklären. Damit könnten die Mietpreise begrenzt werden. Außerdem will sie Bewohnern beim Immobilienkauf Vorrang geben.
Bei den Wohnungen von Ca n'Escandell könnten die Bauarbeiten 2027 beginnen, sagte Rodríguez. Die Erschließungsarbeiten seien bereits weit fortgeschritten und könnten im Dezember abgeschlossen sein.
Themen: Wohnen & Immobilien · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com