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Mallorca: Galmés fordert Rücktritt im Migranten-Streit

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Bei der Präsentation des Baubeginns für den Kreisverkehr von Sóller hat Mallorcas Inselratspräsident Llorenç Galmés am 4. September den sofortigen Rücktritt von Alfonso Rodríguez gefordert. Dem Regierungsdelegierten auf den Balearen wirft Galmés vor, Informationen über die Ankunft von Migranten an den Küsten des Archipels verschwiegen zu haben.

Archivo - El presidente del Consell de Mallorca, Llorenç Galmés
Europa Press

Galmés reagierte nach eigenen Angaben empört auf den Auftritt des spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez im Kongress. Rodríguez müsse erklären, warum Informationen trotz vorhandener Berichte zurückgehalten worden seien, verlangte der Inselratspräsident.

Galmés verlangt Erklärung und Frontex

Der Inselratspräsident forderte Rodríguez zu einer Stellungnahme auf. Mallorca sei unsicher, ungeschützt und erneut im Stich gelassen worden, kritisierte Galmés.

Zugleich erneuerte er seine Forderung nach einer Aktivierung von Frontex auf den Balearen. Dies sei nötig, um Mafias und die Ankunft von Pateras zu stoppen sowie weitere Todesfälle auf See zu vermeiden, sagte Galmés.

Verweis auf jüngste Patera

Galmés sprach von großer Unsicherheit auf Mallorca und verwies dabei auf die jüngste Patera, die auf der Insel angekommen sei. Die Menschen kämen vorbereitet und mit klaren Anweisungen, behauptete er.

Nach Galmés’ Darstellung zündeten sie eine Leuchtrakete, um ihre Ankunft zu melden und anschließend Unterstützung von der spanischen Regierung zu erhalten. Die Regierung müsse erklären, warum sie den Bericht verborgen und nicht gehandelt habe, sagte er.

Themen: Migration · Polizei · Politik · Sóller

Quelle: Europa Press / Mallorca.com