Balearen fordern Klarheit zu Sánchez' Migrationsbericht
Die Balearenregierung fordert Klarheit über den Migrationsbericht, den Pedro Sánchez im Kongress erwähnt hat. In Palma verlangt der Govern vom Zentralstaat eine Antwort darauf, ob die diese Woche freigegebenen Dokumente zur Ceuta-Krise genau jene Berichte sind.
Sánchez hatte vergangene Woche erklärt, die Polizei habe zwar einen Bericht erstellt, dieser habe sich aber ausschließlich auf Ankünfte auf dem Seeweg zur Halbinsel und auf die Balearen bezogen. Einen „hohen“ Risikohinweis für Ceuta eine Woche vor der Krise wies er zurück.
Regierungssprecher Antoni Costa sagte, es sei weiter offen, ob die von Sánchez erwähnten Informationen von „massiven Ankünften“ handelten oder worauf sie sich genau bezogen. Unklar sei auch, ob die nun freigegebenen Unterlagen mit dem Bericht übereinstimmten, den Sánchez im Kongress genannt habe.
In den am Mittwoch freigegebenen Dokumenten erscheint nur ein Überblick über die Ankunft von Migranten in Pateras auf den Balearen. Außerdem werden die Inseln am Rande in einem Papier über verschiedene Migrationsbewegungen nach Spanien erwähnt.
Ministerpräsidentin Marga Prohens hatte nach Sánchez' Kongressauftritt sämtliche Berichte der Sicherheitskräfte verlangt. Sie wertete die Hinweise damals als Warnung vor einer „massiven Ankunft“ von Migranten an den Küsten der Balearen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com