240 Minderjährige: PP sieht Formentera am Limit
Mehr als 240 unbegleitete minderjährige Migranten stehen auf Formentera unter Vormundschaft des Inselrats. Am 7. September wirft die PP dem spanischen Staat vor, mögliche Ankünfte von Migranten in Booten nicht an den Consell weitergegeben zu haben. Die Partei spricht von einer Überlastung durch die Migration.
PP-Inselpräsident Hugo Martínez kritisiert, Formentera sei einer der wichtigsten Ankunftsorte für irreguläre Migration in Europa. Der Staat hätte den Govern informieren müssen, wenn ihm Hinweise auf mögliche Ankünfte vorlagen, so Martínez.
Mehr als 15,2 Millionen Euro in diesem Jahr
Nach Angaben der PP haben die fortlaufenden Ankünfte die personellen Ressourcen des Consell in den vergangenen drei Jahren bis an die Grenze belastet. Allein in diesem Jahr verursache die Vormundschaft für die mehr als 240 Minderjährigen Ausgaben von über 15,2 Millionen Euro.
Das entspreche 22 Prozent des Haushalts des Consell, erklärt die Partei. Die PP fordert deshalb eine andere Außenpolitik des Staates mit legaler, sicherer und geordneter Einreise.
Kritik auch bei Straßen und Abfall
Zugleich greift die PP die Regierung wegen des ausstehenden Straßenabkommens an. Dies führe zu einer starken Verschlechterung des Straßennetzes auf Formentera, so die Partei.
Auch für den Transport von Abfällen auf das spanische Festland verlangt die PP Hilfe vom Staat. Seit 2011 tragen laut Partei der Govern und der Consell die Kosten; der jährliche Mehraufwand liege bei rund 1,5 Millionen Euro.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com