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Torres: Minderjährige Migranten bleiben am Ankunftsort

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Unbegleitete minderjährige Migranten dürfen nach Ansicht von Minister Ángel Víctor Torres nicht in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden. Am 19. Oktober weist er in einem Interview mit Ser Canarias einen Vorschlag der spanischen Volkspartei (PP) zurück, dafür das Ausländerrecht zu ändern. Europa Press berichtet darüber aus Las Palmas de Gran Canaria auf Gran Canaria.

Archivo - El ministro de Política Territorial y Memoria Democrática, Ángel Víctor Torres, comparece en rueda de prensa, en el Ministerio de Política Territorial y Memoria Democrática
Europa Press

Torres beruft sich auf internationale Vorgaben und übergeordnetes Recht zum Schutz Minderjähriger. Als Beispiel nennt er Italien: Von dort seien unter der Regierung von Giorgia Meloni keine unbegleiteten Minderjährigen nach Libyen gebracht worden. Sie müssten am Ort ihrer Ankunft bleiben, sagt Torres.

Wer für die Minderjährigen zuständig ist, unterscheide sich allerdings von Land zu Land. In Spanien liege ihre Betreuung bei den autonomen Gemeinschaften, in anderen Ländern bei der Zentralregierung. Torres wirft dem PP vor, mit seinem Vorschlag falsche Erwartungen zu wecken.

Mit Blick auf Ceuta nennt der Minister eine weitere Zahl: Mehr als 12.000 Menschen seien von dort nach Marokko zurückgekehrt – alle volljährig. Minderjährige seien nicht darunter gewesen. Zugleich kritisiert Torres, dass das PP gegen eine Verteilung der auf den Kanaren ankommenden Migranten auf das übrige spanische Staatsgebiet gestimmt habe.

Themen: Migration · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com

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