Ceuta: Amnesty fordert Verteilung minderjähriger Migranten
Allein eingereiste minderjährige Migranten bleiben nach der massenhaften Einreise am 30. Juli in Ceuta. Amnesty International fordert die spanischen Autonomen Gemeinschaften auf, die Kinder und Jugendlichen aufzunehmen und im ganzen Land zu verteilen. Die Organisation richtet ihren Appell vor der Konferenz für Kindheit und Jugend am Donnerstag, 27. August, an die Regionalregierungen.
Die Aufnahme der Kinder müsse würdig sein und sei eine gemeinsame Verantwortung der Autonomen Gemeinschaften, der Staatsanwaltschaft und der Zentralregierung, erklärte Amnesty International. Unbegleitete Minderjährige dürften nicht Teil politischer Auseinandersetzungen werden.
Gesetz soll ohne Ausnahmen gelten
Nach Angaben der Organisation müssen alle Autonomen Gemeinschaften die Verteilung von allein in Ceuta angekommenen Kindern und Jugendlichen ermöglichen. Amnesty verweist dabei auf das Königliche Gesetzesdekret vom März und die dort geltende Migrationsnotlage.
Jedes Kind habe unabhängig von Herkunft und Nationalität ein Recht auf Schutz durch den Staat, in dem es sich aufhalte, betont die Menschenrechtsorganisation. Sie verlangt zudem einen wirksamen rechtlichen Schutz und Verfahren zur Altersfeststellung, die Menschenrechte respektieren.
Forderung nach Schutz und Integration
Amnesty International fordert, dass die Meinung der Minderjährigen angehört wird und Entscheidungen am Wohl des Kindes ausgerichtet sind. Auch Dokumente, Ausbildung und Integrationswege müssten gesichert werden.
Zugleich verlangt die Organisation Maßnahmen gegen Rassismus und Diskriminierung. Den verpflichtenden Verteilungsmechanismus müssten die zuständigen Stellen ohne Ausnahmen umsetzen.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com