Personalrat in Palma verurteilt Mobbing-Vorwurf nicht
Der Personalrat des Universitätskrankenhauses Son Espases in Palma hat keinen Text verabschiedet, der den öffentlich erhobenen Mobbing-Vorwurf gegen die frühere Kommunikationschefin Sabrina Vidal verurteilt. In einer außerordentlichen Sitzung am Montag fehlte die nötige Mehrheit für das Papier. Klinikleiterin Cristina Granados erschien nicht.
Die Pflegegewerkschaft Satse hatte die Sitzung beantragt, nachdem die Journalistin den Fall in der vergangenen Woche öffentlich gemacht hatte.
Keine Mehrheit für Erklärung
Der zentrale Punkt der Sitzung scheiterte: Die Beschäftigten sollten ihre Verurteilung des von Vidal geschilderten Falls von Arbeitsmobbing schriftlich festhalten. Nach Angaben von Gewerkschaftsquellen kam die dafür nötige Mehrheit im Personalrat jedoch nicht zustande.
Die Beschäftigten konnten Granados deshalb auch nicht die von Satse geforderten Erklärungen abverlangen. Der balearische Gesundheitsdienst IBSalut hatte laut Gewerkschaftsquellen schon vorab erklärt, nicht an der Sitzung teilzunehmen.
IBSalut verweist auf fehlende offizielle Anzeige
IBSalut begründete die Absage damit, dass über einen Fall nicht entschieden werden könne, zu dem keine Anzeige über die vorgesehenen offiziellen Wege vorliege. Zudem arbeite die Betroffene nicht mehr im Krankenhaus.
Satse fordert nun Leitlinien für künftige Fälle von Arbeitsmobbing und eine Überprüfung der geltenden Protokolle. Die Gewerkschaft verlangt außerdem, dass IBSalut prüft, ob Vidal den Vorwurf per E-Mail einem Vorgesetzten gemeldet hatte. Die Gewerkschaftsquellen gehen davon aus, dass die Klinikleitung von der Situation wusste. Ohne Rückhalt des Personalrats werde eine interne Untersuchung jedoch schwierig, räumt Satse ein.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com