Mallorca: 50 Millionen Euro für Müll statt Tarifsenkung
Im Inselrat in Palma auf Mallorca prallen am Donnerstag zwei Aussagen zur Müllgebühr aufeinander: 50 Millionen Euro vom Govern sollten den Tarif senken – doch ein Regierungsdokument bindet das Geld an Kosten für Müll aus Eivissa. MÉS per Mallorca legte das Dokument am 8. Oktober im Plenum vor. Der Inselrat hält trotzdem an der Überprüfung des Tarifs und einer zusätzlichen Zahlung an den Müllentsorger Tirme fest.
Wofür die 50 Millionen Euro bestimmt sind
Das Dokument vom 13. Juli 2026 regelt den Zuschuss des Govern an den Inselrat. Demnach soll das Geld über bis zu zehn Jahre verteilt Kosten für die Behandlung von Abfällen aus Eivissa mitfinanzieren. Der Inselrat muss Ausgaben nachweisen, die mit der Annahme und Behandlung des Mülls oder mit Investitionen des Betreibers zusammenhängen.
Das steht im Gegensatz zu früheren Ankündigungen: Der Inselrat hatte am 7. Juli erklärt, eine Senkung des Mülltarifs um 10 Prozent werde dank des Zuschusses möglich. MÉS-Sprecherin Catalina Inés Perelló hält dagegen, das Geld sei laut Dokument nicht für eine direkte Tarifsenkung bestimmt.
Inselrat stoppt seine Pläne nicht
Die Sozialisten im Inselrat wollten sowohl die Tarifüberprüfung als auch eine geplante Sonderzahlung von 41,4 Millionen Euro an Tirme stoppen. Ihr Antrag scheiterte an den Stimmen von PP und Vox. Zuvor hatte die Finanzkontrolle des Inselrats die Zahlung in einem Bericht als „ungünstig“ bewertet.
Finanzrat Rafel Bosch kündigte an, keines der Vorhaben anzuhalten. Zur von MÉS vorgelegten Regelung äußerte er sich nicht. Er verteidigte die Tarifberechnung und sagte, die Zahlung an Tirme solle verhindern, dass Familien mehr bezahlen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com