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Parlament fordert Schutz vor gefährlichen Netz-Challenges

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Das Parlament der Balearen in Palma will Minderjährige besser vor gefährlichen Netz-Challenges schützen. Am Donnerstag stimmten die Fraktionen in der Kommission für Bildung und Universitäten einstimmig für einen Antrag der PP. Der Govern soll Protokolle schaffen, damit Schulen, Sozialdienste, Angebote der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die staatlichen Sicherheitskräfte Risiken früher erkennen und handeln können.

La diputada del PP en el Parlament Maria de Lluc, en su intervención en la Comisión de Educación y Universidades.
Europa Press

Der parlamentarische Antrag (PNL) fordert außerdem spezielle Aufklärungs- und Präventionskampagnen für Kinder, Jugendliche, Familien und die Bildungsgemeinschaft. Sie sollen über Gefahren durch die Verbreitung riskanter Verhaltensweisen und viraler Challenges in sozialen Netzwerken informieren.

Schulen sollen Risiken früher erkennen

Der Govern soll die Prävention und die verantwortungsvolle digitale Bildung an den Schulen verstärken. Im Mittelpunkt stehen laut Antrag digitaler sozialer Druck, die Nachahmung riskanter Verhaltensweisen, Datenschutz, emotionale Gesundheit sowie körperliche und psychische Folgen viraler Inhalte.

Auch pädagogische Materialien und Werkzeuge für Schulen, Jugenddienste und soziale Einrichtungen stehen auf der Forderungsliste. Sie sollen dabei helfen, riskantes Verhalten im digitalen Umfeld frühzeitig zu erkennen.

Das Parlament fordert zudem die spanische Zentralregierung auf, enger mit digitalen Plattformen und sozialen Netzwerken zusammenzuarbeiten. Gefährliche Inhalte, die Selbstverletzung, Gewalt oder andere gesundheitsgefährdende Praktiken fördern, sollen schneller erkannt und entfernt werden. Über diesen Punkt gab es keine vollständige Einigkeit: Ein Abgeordneter von Unidas Podemos enthielt sich.

Mehr Berufsschulplätze für Menorca

Ebenfalls einstimmig verabschiedete das Parlament einen Antrag der PSIB für einen Plan zur Berufsausbildung auf Menorca. Er soll für das Schuljahr 2027-2028 die nötigen Gruppen, Plätze und Lehrkräfte vorsehen.

Der Govern soll Gruppen und Plätze im mittleren Berufsbildungsbereich ausbauen, wenn Nachfrage sowie Ausbildungs- und Arbeitsmarktbedarf dies rechtfertigen. Ausbildungszweige mit Wartelisten über mehrere Jahre sollen erweitert werden, sofern sie Fachkräftebedarf, reale Berufschancen und akademische Anschlussmöglichkeiten bieten.

Besonders im Blick stehen 16- und 17-Jährige auf Menorca, die keinen Ausbildungsplatz erhalten. Für sie soll eine passende Alternative gesichert werden. Freie Plätze auf einer anderen Insel sollen dabei nicht als Lösung für ihren Bildungsbedarf gelten.

Themen: Bildung · Soziales · Arbeitsmarkt · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com