Balearen-Handel fordert gleiche Regeln für Online-Riesen
Der Handel auf den Balearen verlangt gleiche Regeln für große Online-Plattformen aus Drittländern. Die Föderation der Handelsverbände der Balearen (Afedeco) begrüßte am Montag in Palma Fortschritte bei der Zollreform der Europäischen Union, hält sie aber noch nicht für ausreichend. Die Vereinigung fordert mehr Kontrollen und eine klare Verantwortung der Plattformen.
Nicht Handel gegen Internet
Afedeco sieht keinen Konflikt zwischen stationärem Handel und Online-Handel. Das Problem entstehe vielmehr, wenn Unternehmen zwar an dieselben Verbraucher verkaufen, in der Praxis aber nicht unter vergleichbaren Bedingungen konkurrieren.
Die Zollreform der Europäischen Union sei wichtig, weil die Ungleichheit nach Angaben der Vereinigung nicht nur Zölle betreffe. Sie soll die Verantwortung großer Plattformen stärken, die Waren aus Drittländern verkaufen, und die Kontrolle des hohen Volumens kleiner Sendungen verbessern.
Neue Regeln allein reichen nicht
Der Handel in Spanien unterliege Steuer-, Arbeits-, Umwelt- und Produktsicherheitsvorgaben. Nach Ansicht von Afedeco müssen deshalb auch Unternehmen, die regelmäßig an europäische Verbraucher verkaufen, vergleichbare Pflichten und Kontrollen erfüllen – unabhängig davon, aus welchem Land sie handeln.
Entscheidend sei nun die Umsetzung. Neue Vorschriften reichten nicht aus, wenn Personal und Mittel für Inspektionen, Kontrollen und die Ahndung von Verstößen fehlten. Afedeco fordert weitere Schritte bei Produktsicherheit, Rückverfolgbarkeit, Steuern, Umweltpflichten, Verbraucherschutz und der wirksamen Haftung der Plattformen.
Die Vereinigung will diese Forderungen weiter an die Behörden tragen. Der balearische Handel sei bereit, auch digital zu konkurrieren – aber unter denselben Regeln für alle Anbieter.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com