Palma: Veranstalter geben Polizei Schuld an Krawallen
Nach dem Protest gegen Massentourismus in Palma werfen dessen Veranstalter der Polizei vor, die Krawalle durch den Einsatz von Bereitschaftspolizei ausgelöst zu haben. Die Demonstration hatte am 26. Juli stattgefunden. Die Plattform Menys turisme més vida erklärte am 28. August, friedliche Demonstranten seien angegriffen worden, als sie bereits gingen.
Die Plattform gehört zu den Organisatoren der Kundgebung. Sie reagierte auf einen Bericht der Nationalpolizei, in dem sieben Demonstranten wegen öffentlicher Unruhen und Sachbeschädigung beschuldigt werden.
Sieben Demonstranten im Polizeibericht beschuldigt
Menys turisme més vida sieht in dem Bericht den Versuch, aus ihrer Sicht das harte Vorgehen der Beamten gegen friedliche Teilnehmer zu rechtfertigen. Die Organisatoren betonen, die Krawalle seien wegen der Anwesenheit der Bereitschaftspolizei entstanden – nicht durch friedliche Demonstranten.
Nach Angaben der Plattform hatten Vermittlungsgespräche mit den Beamten stattgefunden. Trotzdem seien Demonstranten ohne Rechtfertigung angegriffen und die Verlesung des zweiten Manifests unterbrochen worden.
Organisatoren warten auf Untersuchung
Die Veranstalter kritisieren zudem, dass es bislang keine Informationen zu der von Regierungsdelegiertem Alfonso Rodríguez angekündigten Untersuchung des Polizeieinsatzes gebe. Sie werfen den Behörden vor, für die gewaltsamen Einsätze bereits Schuldige zu suchen.
Die Plattform arbeitet nach eigenen Angaben weiter an einer Sammelanzeige von Menschen, die in jener Nacht von der Polizei angegriffen worden sein sollen. Videos, die in den Tagen danach verbreitet wurden, belegten aus Sicht der Organisatoren das Vorgehen der Beamten.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com