Palma: PSIB warnt vor weniger Schutz für Bäume
In Palma könnten bei Bauprojekten künftig weniger Bäume geschützt sein. Das behauptet die sozialistische Partei PSIB und greift Bürgermeister Jaime Martínez scharf an. Die Partei fordert außerdem Aufklärung über den Kauf des Grundstücks Can Pesquet in Son Sardina durch die Immobilienfirma eines Arztes.
Nach Angaben des PSIB soll die neue Satzung für Urbanisierung, Bäume und Freiflächen die bisherige Pflicht im urbanen Siedlungsgebiet (suelo urbano) streichen: Bei Eingriffen in den Baumbestand müssen derzeit 70 Prozent der ursprünglichen Bäume erhalten bleiben, für jeden entfernten Baum sollen vier neue gepflanzt werden.
Satzung soll im September in den Rat
Die neue Regelung legt laut PSIB fest, wie Palma beim Ausbau von Straßen und bei der Umgestaltung von Plätzen baut. Sie regelt demnach auch Schatten, Baumarten, Fällungen, Bänke, Brunnen, Spielbereiche und die Kosten für deren Pflege.
Der sozialistische Stadtverband hat 36 Änderungsanträge eingebracht. Die Satzung soll voraussichtlich im September dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt werden. PSIB-Generalsekretär Iago Negueruela kritisiert, dass nur Projektentwickler und Bauunternehmen konsultiert worden seien, nicht aber Nachbarschaftsvereine.
Kritik übt die Partei auch an der vorgesehenen Pflegepflicht für private Durchgänge, Arkaden und Freiflächen mit öffentlicher Nutzung. Eigentümer müssten Reinigung, Reparaturen am Belag und Beleuchtung bezahlen. Betroffen seien unter anderem Verge de Lluc, Camp Redó, Son Gotleu, Son Cladera und Rafal Nou.
PSIB verlangt Antworten zu Can Pesquet
Negueruela verlangt zudem Erklärungen zum Kauf von Can Pesquet in Son Sardina. Die Immobilie ging nach seinen Angaben an die Immobilienfirma eines Arztes. Der Politiker fragt, was passiert sei, ob das Verfahren nicht abgeschlossen gewesen sei und wie Bürgermeister Martínez nun handeln werde.
Der PSIB-Vertreter fordert politische Verantwortung von Martínez. Er sagte zugleich, er wisse nicht, wer für den Fehler zuständig sei.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com