Personalmangel: SATSE warnt vor Folgen für Pflegekräfte
Stress, Schlafprobleme und Krankheitsausfälle: Überlastung am Arbeitsplatz kann Pflegekräfte und Physiotherapeuten krank machen. Davor warnt die Pflegegewerkschaft SATSE am Dienstag, 20. Oktober, in Madrid. Sie wirft öffentlichen Stellen und privaten Gesundheitsunternehmen vor, zu wenig in gute Arbeitsbedingungen zu investieren.
Überlastung trifft auch Patienten
Laut SATSE bleibt die Personalausstattung zu knapp, um die Arbeitsbelastung zu senken. Die Gewerkschaft nennt neben Stress auch Angstzustände, Depressionen und Erschöpfung als mögliche Folgen. Das könne zu mehr Krankheitsausfällen führen. Schlechtere Arbeitsbedingungen beeinträchtigten nach ihrer Einschätzung zudem die Qualität und Sicherheit der Versorgung.
Gewerkschaft fordert mehr Vorsorge
SATSE verlangt spezielle Programme zur Vorbeugung und Unterstützung für Beschäftigte im Rahmen des Aktionsplans zur psychischen Gesundheit 2025–2027. Außerdem sollen die Dienste für Arbeitsschutz mehr Personal und Mittel erhalten. Sie müssten psychosoziale Risiken – also Belastungen, die der psychischen Gesundheit schaden können – regelmäßig erkennen, bevor Beschäftigte erkranken. Die Gewerkschaft verweist auch auf einen Mangel an spezialisierten Pflegekräften für psychische Gesundheit in Gesundheitszentren.
Themen: Arbeitsmarkt · Gesundheit
Quelle: Europa Press / Mallorca.com