180.000 Pflanzen für Mallorca: Wälder und Dünen
Mehr als 180.000 heimische Pflanzen aus 90 Arten sollen in der Kampagne 2026-2027 Naturflächen auf den Balearen stärken. Die Aufzucht hat in diesem September in der Baumschule Menut in Escorca auf Mallorca begonnen. Ein großer Teil ist für Waldgebiete, Dünen und bedrohte Pflanzenarten vorgesehen.
Das Forstzentrum der Balearen will die Pflanzen vor allem für die Wiederherstellung von Waldökosystemen, Lebensräumen und gefährdeter Flora einsetzen. Nach Angaben der Landesregierung setzt es dabei auf Arten lokalen Ursprungs, die an die Bedingungen des Archipels angepasst sind.
Nach wiederkehrenden Waldbränden in Artà
Im Naturpark der Halbinsel Llevant in Artà sollen Pflanzen in Gebiete kommen, die wiederholt von Waldbränden betroffen waren. Vorgesehen sind dort unter anderem Aleppo-Kiefern, wilde Olivenbäume und Erdbeerbäume.
Die Baumschule produziert außerdem Pflanzen für die Dünen und die Küste. Davon sollen besonders der Meeres- und Landnaturpark Es Trenc - Salobrar de Campos sowie der Naturpark der Halbinsel Llevant profitieren. Dort wachsen etwa Strandlilien, Stranddisteln und Elymus farctus.
Hilfe für seltene Arten und kranke Ulmen
An den Uferbereichen der öffentlichen Güter Cúber in Escorca und s'Albufera de Mallorca sollen Pappeln, Eschen und Ulmen die Ökosysteme wiederherstellen. Für Ulmen läuft eine eigene Zuchtlinie: Die Bäume sind stark von der Grafiose betroffen, einer Pilzkrankheit. Das Zentrum versucht deshalb, widerstandsfähige Exemplare zu gewinnen.
Auch zwei auf Mallorca endemische Pflanzenarten, die als vom Aussterben bedroht gelten, wurden in diesem Jahr vermehrt: Limonium pseudodictyocladum und Limonium leonardi-llorensii. Die Aufzucht außerhalb ihres natürlichen Standorts soll Material für Maßnahmen liefern, die ihre Bestände sichern und ihr Verschwinden verhindern sollen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com