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PISA auf Balearen: ANPE fordert stabile Lehrerteams

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Die Balearen liegen bei grundlegenden Kompetenzen wiederholt unter dem spanischen Durchschnitt. Nach den PISA-Ergebnissen fordert die Lehrergewerkschaft ANPE in Palma deshalb stabile Lehrerteams, mehr Unterstützung und weniger Bürokratie.

ANPE bezeichnet den PISA-Bericht als Weckruf für strukturelle Probleme im Bildungssystem der Inseln. Der Bericht allein messe weder die Qualität eines Schulsystems noch lasse sich das Ergebnis auf eine einzige Ursache zurückführen, betont die Gewerkschaft.

Tourismus, hohe Mieten und wechselnde Klassen

Als besondere Belastungen nennt ANPE die hohe Mobilität und Vielfalt der Schülerschaft, den demografischen Druck sowie die starke Bindung der Wirtschaft an Tourismus und Dienstleistungen. Das könne in manchen Fällen dazu führen, dass junge Menschen früh in den Arbeitsmarkt einsteigen.

Zugleich erschwerten Insellage, hohe Wohnungspreise und Lebenshaltungskosten die Besetzung bestimmter Stellen und den Verbleib von Lehrkräften auf den Balearen. ANPE verlangt deshalb ausreichend große und stabile Teams, kleinere Klassen, mehr Unterstützungspersonal und eine stärkere Förderung grundlegender Kompetenzen.

Auch neue digitale Gewohnheiten sowie die intensive Nutzung von Bildschirmen und Mobilgeräten sollen nach Ansicht der Gewerkschaft stärker berücksichtigt werden. Sie könnten Konzentration, Lesegewohnheiten und schulische Leistungen beeinflussen.

Die Forderungen sollen in die Verhandlungen über den neuen Bildungsplan für 2027 bis 2031 einfließen. ANPE verlangt dafür eine echte Budgetzusage für die öffentliche Bildung und Maßnahmen, die Ergebnisse mittel- und langfristig verbessern.

ANPE will auch Kunsthochschulen mitgestalten

Bei den Betriebsratswahlen am 17. September tritt ANPE zudem am Oberen Musikkonservatorium und an der Hochschule für Dramatische Kunst an. Die Gewerkschaft will bei neuen Regeln und Räumen mitreden und bessere Bedingungen für Lehr-, Verwaltungs- und Servicepersonal erreichen.

Für die geplanten Gebäude im Kunstviertel fordert ANPE Räume und Ausstattung, die zu den Bedürfnissen der höheren künstlerischen Ausbildung auf den Balearen passen. Auf dem Forderungskatalog stehen außerdem eine berufliche Laufbahn, gleiche Bedingungen für Spezialisten und reguläre Lehrkräfte sowie die 35-Stunden-Woche.

Themen: Arbeitsmarkt · Wohnen & Immobilien · Bildung · Tourismus · Politik · Palma

Quelle: Europa Press / Mallorca.com