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PISA: Spanien beim Lesen ein halbes Schuljahr hinter OECD

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Spaniens Schülerinnen und Schüler liegen beim Lesen in PISA 2025 ein halbes Schuljahr hinter dem Durchschnitt der OECD. Die OECD veröffentlichte die Ergebnisse am Dienstag. In Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften erreicht Spanien laut Bericht jeweils den schlechtesten Wert seiner Geschichte.

Archivo - Colegio
Europa Press

Die Eltern-, Schul- und Lehrerverbände reagieren besorgt. Besonders der Rückgang beim Leseverständnis alarmiert sie: Wer längere Texte nicht versteht, könne auch Aufgaben in Mathematik und Naturwissenschaften schlechter lösen, warnt Alfonso Aguiló von der Spanischen Konföderation der Bildungszentren.

Verbände fordern mehr Lesen und stabile Regeln

Begoña Ladrón de Guevara von der Elternvereinigung COFAPA spricht von einer „sehr negativen“ Entwicklung. Sie fordert mehr Lesen und Diktate, eine stärkere Einbindung der Familien sowie eine Aufwertung des Lehrerberufs. Zugleich verlangt sie langfristig abgestimmte Bildungsgesetze statt ständiger Kurswechsel.

Die Elternvereinigung CEAPA mahnt dagegen zur Vorsicht bei der Bewertung. PISA messe Kompetenzen zu einem konkreten Zeitpunkt und könne den Rückgang nicht einer einzigen Ursache zuordnen. CEAPA fordert mehr Investitionen, kleinere Klassen, vollständige Lehrerteams sowie zusätzliche Förderung.

Kritik an Schulen, Gesetzen und fehlenden Ressourcen

Die katholische Elternvereinigung CONCAPA sieht in den Ergebnissen ein Zeichen dafür, dass das Bildungsgesetz LOMLOE nicht funktioniere. Sie verlangt einen Kurswechsel mit mehr Gewicht für Sprache, Mathematik und Naturwissenschaften sowie einheitlichen externen Prüfungen.

Auch Schulen und Gewerkschaften drängen auf Veränderungen. Die Vereinigung unabhängiger Privatschulen CICAE will das Lesen stärker fördern. Comisiones Obreras und UGT fordern mehr Lehrkräfte, Ressourcen und Investitionen. STEs-I verlangt zudem weniger Bildschirme, besser ausgestattete Schulbibliotheken und kleinere Klassen.

Themen: Arbeitsmarkt · Bildung · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com