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PISA-Sorgen auf den Balearen: UGT fordert mehr Mittel

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Auf den Balearen bereiten Lehrkräfte seit Tagen das neue Schuljahr vor – nach Darstellung der Gewerkschaft UGT mit zu wenig Ressourcen für die Bedürfnisse der Schüler. UGT fordert deshalb am Mittwoch mehr Investitionen und strukturelle Mittel für das Bildungssystem. Anlass sind auch die schlechteren Ergebnisse der Balearen im PISA-Bericht.

Die Verantwortung für guten Unterricht dürfe nicht allein bei den Beschäftigten im Bildungswesen liegen, betont die Gewerkschaft. Viele Lehrkräfte seien erschöpft und könnten wegen der aktuellen Mittel nicht die individuelle Betreuung leisten, die Schüler benötigten.

Volle Klassen und viel Bürokratie

UGT nennt zu viele Schüler pro Klasse, bürokratische Belastungen und die wachsende Komplexität der Klassen als zentrale Probleme. Diese Faktoren nähmen Lehrkräften Zeit für Vorbereitung und die persönliche Begleitung der Schüler.

Die Verwaltung müsse ausreichend Unterstützungspersonal, würdige und sichere Infrastruktur sowie gerechtere Klassengrößen bereitstellen, fordert UGT. Hinzu kämen bessere Arbeitsbedingungen und mehr gesellschaftliche Anerkennung für Lehrkräfte.

PISA-Ergebnisse nicht einzelnen Gruppen anlasten

Die Gewerkschaft warnt davor, aus den schwachen PISA-Ergebnissen vorschnelle Schlüsse zu ziehen. Weder Schüler, Lehrkräfte, Schulen noch Familien dürften allein für die Resultate verantwortlich gemacht werden.

Nach Einschätzung von UGT wirken mehrere Veränderungen zusammen: andere Lesegewohnheiten, digitale Geräte, Folgen der Pandemie, Fehlzeiten und die größere Vielfalt in den Klassen. Die Ergebnisse müssten die Bildungsverwaltungen dazu bringen, strukturelle Probleme anzugehen und die öffentliche Finanzierung ausreichend, stabil und dauerhaft zu sichern.

Themen: Arbeitsmarkt · Bildung · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com