PISA-Tief in Spanien: Sánchez greift PP-Regionen an
Spaniens 15-Jährige erreichen im PISA-Bericht 2025 in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften jeweils das schlechteste Ergebnis der Geschichte. Im Kongress in Madrid in Spanien streitet die Regierung darüber mit der Opposition. Ministerpräsident Pedro Sánchez räumt am Mittwoch seine „außerordentliche Sorge“ ein und wirft den vom Partido Popular regierten Regionen vor, bereitgestellte Bildungsgelder nicht abzurufen.
Der PISA-Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bewertet Schüler, die mit dem Lehrplan der LOMLOE unterrichtet wurden. Diese Bildungsgesetzgebung hatte die Regierung Sánchez Ende 2020 beschlossen.
PP-Chef Alberto Núñez Feijóo macht dagegen die LOMLOE für die schlechten Werte verantwortlich. Er nennt das Gesetz einen Fehlschlag und wirft Sánchez vor, die Bildungsqualität zu vernachlässigen. Zugleich verweist er auf die nach seiner Darstellung besten Regionen unter PP-Regierung sowie auf Ceuta und Melilla als die beiden schlechtesten Gebiete.
Sánchez verweist auf höhere Ausgaben
Sánchez sagt, seine Regierung habe die Investitionen des Bildungsministeriums gegenüber der Regierung von Mariano Rajoy von 3.200 Millionen Euro auf mehr als 6.000 Millionen Euro erhöht. Für Stipendien stünden zudem mehr als 1.000 Millionen Euro bereit, um Chancengleichheit zu sichern.
Weitere mehr als 400 Millionen Euro flössen über die Zusammenarbeit mit den für Bildung zuständigen autonomen Regionen in Programme für Leseverständnis und Mathematik. Sánchez sieht das Problem darin, dass PP-regierte Regionen diese Mittel nicht ausführten.
Regierung fordert zwei neue Gesetze
Sánchez fordert Unterstützung für zwei Gesetzesvorhaben: eines zu Lehrkräften und zur Zahl der Schüler pro Klasse sowie ein weiteres, das Minderjährigen unter 16 Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken verbieten soll. Beide Vorhaben könnten nach seiner Aussage das Leseverständnis junger Menschen verbessern.
Der Regierungschef bittet das Parlament, die Gesetze in der neu begonnenen Sitzungsperiode zu verabschieden. Sie seien wichtig für die Zukunft junger Menschen und für die demokratische Qualität des Landes, sagt Sánchez.
Quelle: Europa Press / Mallorca.com