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Podemos-Vorwahl: Abejón will ins Balearen-Parlament

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Ana Rosa Abejón will für Podemos an die Spitze der Liste zum Balearen-Parlament. Die Gebärdensprachdolmetscherin hat am Mittwoch in Palma ihre Kandidatur für die Vorwahl der Partei zu den Regionalwahlen im Mai 2026 angekündigt.

Ana Rosa Abejón presenta su candidatura a las primarias de Podemos al Parlament
Europa Press

Abejón sieht Wohnen als eine der größten sozialen und politischen Notlagen der Balearen. Viele Familien hätten Schwierigkeiten, eine Wohnung zu finden, bis zum Monatsende zu kommen oder sich ein eigenes Lebensprojekt aufzubauen, erklärte sie.

Wohnen und Tourismus im Mittelpunkt

Die Kandidatin fordert öffentliche Maßnahmen gegen Spekulation, einen Ausbau des öffentlichen Wohnungsbestands und Schutz für arbeitende Familien. Wohnen dürfe nicht das Geschäft einiger Weniger bleiben, sagte Abejón.

Zugleich verbindet sie die Wohnungsfrage mit der touristischen Überlastung. Sie will dem weiteren Wachstum des Tourismus Grenzen setzen und einen Rückgang des Tourismus vorantreiben. Tausende Menschen arbeiteten in dem Sektor, könnten es sich aber dennoch nicht leisten, auf den Inseln zu leben, so Abejón.

Mehr öffentliche Dienste und Pflege

Zu ihrem Programm gehören außerdem stärkere öffentliche Dienste und Pflegepolitik. Nach ihrer Auffassung kann es weder ein Recht auf Wohnen noch echte Gleichheit geben, wenn Familien die Betreuung von Kindern, älteren Menschen oder Personen mit Unterstützungsbedarf allein organisieren müssen.

Abejón ist seit den ersten Jahren Mitglied von Podemos und derzeit Sekretärin für Feminismus und LGTBI+ bei Podemos auf den Balearen. Beruflich engagierte sie sich nach Parteiangaben lange für die Rechte gehörloser und taubblinder Menschen sowie für den Abbau von Kommunikationsbarrieren.

Themen: Tourismus · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com