Afedeco: Polizei bei Einsatz in Playa de Palma bedrängt
Bei einem Polizeieinsatz gegen illegalen Straßenverkauf in Playa de Palma ist es am 28. August zu schweren Zwischenfällen gekommen. Der Handelsverband Afedeco verurteilt die Vorfälle und warnt vor einer Eskalation im öffentlichen Raum. Präsidentin Joana Manresa erklärt, Einsatzkräfte dürften nicht umringt, beschimpft oder in die Enge getrieben werden.
Verband fordert dauerhafte Einsätze
Afedeco begrüßt, dass das Rathaus von Palma solche Polizeieinsätze gestartet hat. Die Maßnahmen müssten aber dauerhaft bleiben, damit sich solche Situationen nicht wiederholen.
Nach Einschätzung des Verbands handelt es sich nicht um einen Einzelfall, sondern um ein strukturelles Problem, das seit Jahren bestehe. Ohne entschlossenes und ausgewogenes Handeln drohten zunehmend radikale Positionen auf beiden Seiten, so Manresa.
Kritik an Fälschungen und Schattenwirtschaft
Afedeco richtet seine Kritik nach eigenen Angaben nicht gegen Personen, sondern gegen die Strukturen hinter dem illegalen Straßenverkauf. Manresa nennt Mafias, Schattenwirtschaft und unlauteren Wettbewerb als Kern des Problems.
Der Verband verweist darauf, dass legale Geschäfte Steuer-, Arbeits- und andere Vorschriften erfüllen. Der Verkauf von Fälschungen auf der Straße schade ihnen direkt. Zudem leide die Wahrnehmung von Sicherheit in stark besuchten öffentlichen Bereichen und in wichtigen Touristenzielen.
Afedeco fordert deshalb ein koordiniertes und entschlossenes Vorgehen aller beteiligten Verwaltungen. Neben Polizeieinsätzen müssten auch die Netzwerke zerschlagen werden, die die Waren liefern. Soziale Hilfen sollten nach Ansicht des Verbands legale Alternativen mit würdiger Arbeit und echter Integration bieten.
Themen: Gerichtsprozesse · Polizei · Tourismus · Politik · Wirtschaft · Palma
Quelle: Europa Press / Mallorca.com