365 Millionen Euro: 35 Projekte sollen nach Mallorca kommen
35 Unternehmensprojekte sollen auf Mallorca entstehen und könnten zusammen mit weiteren Vorhaben auf den Balearen Investitionen von rund 365 Millionen Euro auslösen. Die Beschleunigungsstelle der Balearen-Regierung bearbeitet bislang 51 Projektvorschläge. Die Zahlen stellte die Regierung am 10. September in Palma vor.
Die Unidad Aceleradora de Proyectos Estratégicos, eine zentrale Anlaufstelle für strategische Projekte, nahm im Dezember 2025 ihre Arbeit auf. Von den 51 Vorschlägen sind 14 in einer weiter fortgeschrittenen Phase, sechs haben bereits einen Antrag für ein strategisches Sonderprojekt eingereicht.
Viele Vorhaben warten noch auf Geld oder Bauland
Zehn Projekte warten noch auf zusätzliche Informationen, 17 leitete die Stelle an andere Abteilungen weiter. Fünf Vorschläge lehnte sie ab. Neben den 35 geplanten Vorhaben auf Mallorca sollen fünf auf Menorca und drei auf Eivissa umgesetzt werden.
Am häufigsten fehlt den Projekten laut der Generaldirektorin Bárbara Barceló die Finanzierung: Das betrifft 29 Prozent der Fälle. In 26 Prozent steht die Bauplanung im Weg, bei 18 Prozent fehlt geeignetes Bauland. Teils hat ein ausgewähltes Grundstück nicht die erforderliche Nutzung.
Die meisten Vorschläge stammen aus der Industrie mit 22 Prozent, gefolgt von Innovation mit 18 Prozent und Landwirtschaft mit 16 Prozent. Viele Antragsteller suchen Finanzierung, Beratung oder schnellere Verfahren.
Regierung wirbt mit neuem Investoren-Katalog
Parallel stellte die Regierung einen Katalog mit Förderungen und Vorteilen für Unternehmen vor. Das Dokument bündelt Informationen zu Steueranreizen, Finanzierung, Infrastruktur, Innovation und Verwaltungsbegleitung.
Zu den genannten Instrumenten zählt die Steuerreserve RIB. Sie kann die Steuerbemessungsgrundlage unter den festgelegten Voraussetzungen um bis zu 90 Prozent des nicht ausgeschütteten Gewinns senken. Der Katalog soll zudem mit einer regelmäßig aktualisierten Datenbank für zeitlich begrenzte Förderungen und Ausschreibungen verbunden werden.
Vizepräsident und Wirtschaftsminister Antoni Costa erklärte, die Balearen wollten sich stärker für Investitionen mit hoher Wertschöpfung öffnen und nicht allein auf den Tourismus setzen.
Themen: Landwirtschaft · Tourismus · Politik · Wirtschaft
Quelle: Europa Press / Mallorca.com