Mallorca lehnt PSIB-Plan gegen Tourismusdruck ab
Der Consell de Mallorca lehnt am Donnerstag in Palma auf Mallorca einen PSIB-Plan gegen den von den Sozialisten beklagten Tourismusdruck ab. Die Initiative sollte binnen sechs Monaten Änderungen am Eingriffsplan für touristische Bereiche vorbereiten. Auch zwei weitere PSIB-Anträge zu Klimaanpassung und Hilfe für pflegebedürftige Menschen finden im Plenum keine Mehrheit.
Die Sozialisten wollten unter anderem die Obergrenze für Touristenplätze senken und die Moratoriumsregelung zurückholen. Zudem sollte die Tourismussteuer ITS, die Steuer für nachhaltigen Tourismus, stärker in öffentlichen Wohnungsbau, den Schutz des Gebiets, den Wasserkreislauf und die Klimaanpassung fließen.
PSIB verweist auf Wasser, Natur und Wohnungsmarkt
Die sozialistische Consellera Juana M. Adrover verweist auf überfüllte Naturräume und Wasserknappheit, von denen die Bevölkerung im Sommer betroffen gewesen sei. Die touristische Überfüllung erhöhe außerdem den menschlichen Druck und wirke auf den Wohnungsmarkt, dessen Preise weiter auf Rekordniveau lägen.
Adrover erinnert auch an die Proteste dieses Sommers gegen die touristische Überfüllung. Nach Angaben der PSIB werden zudem tausende Wohnungen überall auf der Insel als Ferienunterkünfte vermarktet.
Streit um Hitze in Einrichtungen und Pflege daheim
Der PSIB kritisiert außerdem, dass Einrichtungen des Consell nicht ausreichend auf extreme Hitze vorbereitet seien. Residenzen, Tageszentren sowie Kultur-, Sport- und Verwaltungsgebäude hätten im Sommer Phasen großer Hitze erlebt, so die Sozialisten. Sie forderten einen umfassenden Plan für thermische Anpassung und Komfort, Wärmeprüfungen, bessere Dämmung, neue Geräte und erneuerbaren Eigenverbrauch.
Auch den Antrag zum Ausbau der umfassenden Betreuung zu Hause lehnt die Inselregierung ab. Laut PSIB kamen in zwei Jahren vier Nutzer hinzu. Gleichzeitig warteten 1.300 Menschen auf einen Heimplatz und rund 2.000 auf Hilfe zu Hause.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com