Reiseleiter auf Mallorca lehnen kleinere Gruppen ab
Eine Begrenzung von Touristengruppen würde nach Ansicht von Proguías de Turismo de Mallorca kleine und mittlere Betriebe der Branche hart treffen. Die in der Unternehmervereinigung Pimem organisierte Reiseleiter-Vereinigung hat den Vorschlag am 27. August in Palma zurückgewiesen. Er stammt vom Berufsverband der Touristenführer der Balearen und soll die Überfüllung verringern.
Proguías hält den Vorstoß für nicht passend zur Realität auf Mallorca und für nicht repräsentativ für die Branche. Die Vereinigung bezweifelt, dass viele Fachleute den Vorschlag unterstützen.
Reiseleiter sehen sich als Teil der Lösung
Die Reiseleiter betonen, sie organisierten und führten vor allem kulturelle Aktivitäten, für die bereits Beschränkungen gelten. Reisebüros und Reiseveranstalter nennt Proguías dagegen die wichtigsten Auftraggeber dieser Tätigkeit.
Nach Darstellung der Vereinigung kennen die Fachleute das Gebiet, kontrollieren Zeiten und passen Routen an. Dadurch könnten sie Besucher auf unterschiedliche Orte und Zeitfenster verteilen. Zudem trügen sie zur Vermittlung von Kulturerbe, Geschichte und Kultur sowie zu Organisation, Sicherheit und Qualität des Besuchserlebnisses bei.
Sorge vor unkoordinierten Besuchern
Eine Verkleinerung der Gruppen würde laut Proguías die Zahl der Mallorca-Urlauber nicht senken. Geschwächte professionell begleitete Besuche könnten vielmehr dazu führen, dass sich mehr Besucher ohne Koordination und ohne Steuerung der Besucherströme bewegen.
Statt Gruppen zu begrenzen, fordert die Vereinigung Studien zu Angeboten und Aktivitäten, die keinen Beschränkungen unterliegen. Zudem müsse gegen illegale Angebote vorgegangen werden, die Proguías als eine der Hauptursachen der aktuellen Situation bezeichnet.
Themen: Tourismus
Quelle: Europa Press / Mallorca.com