Rettungsschwimmer in Calvià protestieren mit Plakaten
Die Rettungsschwimmer in Calvià auf Mallorca haben am 23. August mit Plakaten an den Stränden gegen ihre Arbeitsbedingungen protestiert. Eine angekündigte Streikaktion konnte nach Angaben der Union der Rettungsschwimmer von Calvià nicht stattfinden, weil die Gemeindeverwaltung einen Mindestdienst von 100 Prozent angeordnet hatte.
Damit mussten alle 39 Beschäftigten der Belegschaft arbeiten, die zur Mobilisierung aufgerufen waren. Auf den Bannern standen unter anderem Forderungen nach würdigen Arbeitsbedingungen und nach mehr Sicherheit im Rettungsdienst; einige Plakate waren auf Deutsch verfasst.
Kritik an Mindestdienst und Vermittlung
Ariel Gaunas, Generalsekretär der Union der Rettungsschwimmer von Calvià, kritisierte die aus seiner Sicht bestehenden Hürden für die Ausübung des Streikrechts. Er warf dem kommunalen Regierungsteam zudem vor, dem für Mittwoch angesetzten Termin beim Tribunal de Arbitraje y Mediación ferngeblieben zu sein.
Nach seinen Angaben habe es seit diesem Termin keinen Kontakt der Gemeindeverwaltung mit den Rettungsschwimmern gegeben. Die Plakate sollten die Forderungen der Beschäftigten trotz des ausgefallenen Streiks sichtbar machen.
Beanstandungen beim Strandrettungsdienst
Die Gewerkschaft hatte in den vergangenen Tagen auf nach ihrer Darstellung beschädigte Wachtürme hingewiesen, die die reguläre Arbeit erschwerten. Zudem kritisierte sie die Ausdehnung des Dienstes sowohl über das Jahr als auch während der einzelnen Tage als unzureichend.
Beanstandet wurden außerdem der Zugang zum Baden für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, der nur an vier von elf Stränden der Gemeinde angeboten werde, sowie Probleme bei der Kommunikation. Nach Angaben der Gewerkschaft müssen Rettungsschwimmer deshalb Notfallmechanismen über ihre Mobiltelefone auslösen; außerdem gebe es wiederholt Fehler bei den Gehaltszahlungen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com