Rettungsschwimmer in Calvià rufen zum Streik auf
Die Union der Rettungsschwimmer von Calvià auf Mallorca hat für Sonntag, den 23. August, einen Streik an den Stränden der Gemeinde ausgerufen. Die Rettungsschwimmer protestieren gegen aus ihrer Sicht unzureichende Arbeitsbedingungen und Mängel im Dienst.
Die Gewerkschaft wirft dem Rathaus vor, ihre Forderungen zu ignorieren. Als Probleme nennt sie den Zustand von Wachtürmen, eine aus ihrer Sicht zu geringe Abdeckung des Dienstes im Jahresverlauf und während der einzelnen Arbeitstage sowie Kommunikationsausfälle. Nach Angaben der Beschäftigten müssen Notfallmechanismen deshalb teilweise über private Mobiltelefone aktiviert werden.
Kritik an Barrierefreiheit und Bezahlung
Auch den Service für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bezeichnen die Rettungsschwimmer als unzureichend. Dieser werde an vier der elf Strände der Gemeinde angeboten. Zudem beklagen sie wiederkehrende Fehler bei der Auszahlung der Vergütungen.
Der Streikaufruf war am Dienstag bekanntgegeben worden. Das Rathaus kritisierte die Planung für ein Wochenende mit voraussichtlich hohem Strandaufkommen als unverantwortlich.
Rathaus verweist auf Betreiberfirma
Nach Darstellung der Gemeinde hatte das Regierungsteam Wochen zuvor mit vier Rettungsschwimmern gesprochen, die in diesem Sommer an den Stränden von Calvià arbeiten. Das Rathaus erklärte, es wolle die in einem Bericht zu Arbeitsrisiken genannten Verbesserungen prüfen und umsetzen; die meisten Punkte seien Empfehlungen zu Sicherheit und Arbeitsbedingungen.
Mögliche Verbesserungen bei den Löhnen müssten nach Auffassung des Rathauses jedoch mit der beauftragten Betreiberfirma geregelt werden. Die Union der Rettungsschwimmer kritisierte ihrerseits, dass die Gemeinde nicht zu einem am Mittwoch angesetzten Vermittlungstermin beim Schieds- und Mediationsgericht der Balearen erschienen sei.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com