Manacor: Kein Schlachthof-Umbau, über 56.000 Euro fällig
Am Schlachthof in Manacor auf Mallorca hat der Umbau nicht einmal begonnen. Trotzdem löste die Stadt im Juni 2026 den Bauvertrag auf. Der Partido Popular (PP) kritisierte das am 14. Oktober 2026 und fordert Erklärungen: Nach Parteiangaben muss die Stadt Veolia mehr als 56.000 Euro Entschädigung zahlen und Fördermittel zurückgeben.
Ein Vertrag, aber keine Bauarbeiten
Der Schlachthof ist seit 2019 geschlossen. Im Mai 2022 vereinbarten die balearische Regierung, der Inselrat von Mallorca und die Stadt Manacor ihre Zusammenarbeit bei der Sanierung. Ein Vertrag vom Dezember 2022 sah dafür 1,5 Millionen Euro von Regierung und Inselrat vor.
Im Dezember 2023 erhielt Veolia den Zuschlag für 2,28 Millionen Euro. Der Bauvertrag wurde im Januar 2024 geschlossen. Erst im März 2025 prüfte die Bauleitung die Voraussetzungen für den Baustart und kam zu dem Schluss, dass das Projekt nicht umsetzbar sei. Die Arbeiten begannen nicht. Laut PP machten Verzögerungen und Änderungen, darunter solche wegen geplanter Solarmodule, das Vorhaben teurer.
PP fordert Erklärungen zu den Kosten
Im Juni 2026 löste die Stadt erst den Bauvertrag und wenige Tage später auch den Vertrag für die Bauleitung auf. Nach Angaben des PP stehen nun gut 56.000 Euro Entschädigung für Veolia an. Außerdem müsse Manacor die 1,5 Millionen Euro von Regierung und Inselrat zurückgeben.
PP-Sprecherin Núria Riera macht den früheren Bürgermeister Miquel Oliver für das Scheitern verantwortlich. Sie verlangt eine Erklärung dafür, warum trotz der zugesagten Finanzierung keine Arbeiten stattfanden. Nach Darstellung des PP wurde auch das im Vertrag vorgesehene gemeinsame Kontrollgremium nie eingerichtet. Für die Viehwirtschaft Mallorcas bleibt der geschlossene Schlachthof damit weiterhin ohne die geplante Sanierung.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com