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Schulstart ohne Pflegekräfte: SATSE rügt Behörden

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

An vielen Schulen fehlt zum neuen Schuljahr weiterhin eine feste Pflegekraft. Die Pflegegewerkschaft SATSE fordert am 7. September in Madrid mindestens eine Schulpflegekraft in jedem Bildungszentrum und wirft den zuständigen Ministerien vor, den Bedarf von Familien, Schülern und Lehrkräften zu ignorieren.

Archivo - La nueva presidenta del Sindicato de Enfermería (SATSE), Laura Villaseñor.
Europa Press

SATSE kritisiert vor allem das Modell einiger autonomer Gemeinschaften, bei dem Pflegekräfte aus Gesundheitszentren Schulen nur punktuell besuchen. Das sei ein Provisorium, das weder eine kontinuierliche Versorgung noch eine wirksame Arbeitsplanung garantiere.

Besuch aus dem Gesundheitszentrum reicht nicht

Schulpflegekräfte sollen nach Vorstellung der Gewerkschaft dauerhaft direkt an den Schulen arbeiten und zugleich Teil der Primärversorgung sein. Sie könnten so als Verbindung zwischen Bildungszentrum und Gesundheitswesen dienen, betont SATSE.

Die autonomen Gemeinschaften geben laut Gewerkschaft jährlich im Durchschnitt mehr als 8.000 Millionen Euro für Bildung und Gesundheit aus. SATSE sieht deshalb genügend Geld für zusätzliche Stellen und verweist auf Studien, Berichte und Umfragen zu wachsenden Gesundheitsproblemen bei Kindern und Jugendlichen, besonders im Bereich psychische Gesundheit.

Kritik auch am Mobbing-Leitfaden

Zugleich prangert SATSE an, dass das Bildungsministerium Schulpflegekräfte in seiner neuen Anleitung gegen Mobbing an Schulen nicht berücksichtigt. Auch bei dem geplanten Netz der „gesundheitsfördernden Schulen“ in allen autonomen Gemeinschaften erhielten die Pflegekräfte nach Ansicht der Gewerkschaft nicht den nötigen Stellenwert.

Themen: Arbeitsmarkt · Bildung · Gesundheit · Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com