Schulstart: Schlaf, Essen und Bildschirmzeit neu ordnen
Müde Kinder, Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme können die ersten Schultage belasten, wenn Feriengewohnheiten abrupt enden. Zum Schulstart raten Kinderärzte deshalb, Schlafzeiten, Ernährung und Bildschirmzeit schrittweise wieder zu ordnen. Die Empfehlungen kommen am 8. September von Fachleuten der Quirónsalud-Kliniken in Valencia und Murcia.
Feste Schlafzeiten helfen Kindern laut dem Leiter der Pädiatrie in Valencia, Sergio Negre, ausgeruht in den Schultag zu starten. Genügend Schlaf fördere Konzentration, Lernen und emotionales Wohlbefinden. Ein Schlafmangel könne dagegen zu Müdigkeit, Gereiztheit und Aufmerksamkeitsproblemen führen.
Bildschirmzeit soll Schlaf und Bewegung nicht verdrängen
Tablets, Computer und andere digitale Geräte sollten wieder nach geordneten Regeln genutzt werden. Entscheidend sei nicht allein die Zeit vor dem Bildschirm, erklärt Negre. Die Nutzung dürfe weder Schlaf noch Bewegung, Spielen oder Kontakte mit anderen Kindern verdrängen.
Auch körperliche Aktivität soll nach den Ferien wieder einen festen Platz bekommen. Spielen im Freien, Radfahren, Sport oder einfach Zeit zum Bewegen unterstützten das körperliche und emotionale Wohlbefinden der Kinder.
Frühstück, Sehtest und Zeit für Sorgen
Die Kinderärzte empfehlen zudem, wieder regelmäßiger zu essen. Besonders das Frühstück sei wichtig: Ohne Essen zur Schule zu gehen, könne Energie und Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen. Eine ausgewogene Ernährung nach mediterraner Art liefere die Energie für geistige und körperliche Anforderungen, sagt José Luis Alcaraz, Leiter der Pädiatrie in Murcia.
Zum Schulbeginn könne auch ein Blick auf die Sehkraft sinnvoll sein. Nicht erkannte Sehprobleme könnten das Lernen erschweren und mit Aufmerksamkeitsproblemen verwechselt werden. Häufige Kopfschmerzen, zusammengekniffene Augen beim Blick in die Ferne oder ein sehr geringer Abstand zu Büchern und Bildschirmen nennt Alcaraz als mögliche Warnzeichen.
Nervosität, Sorgen oder auch Begeisterung gehörten für viele Kinder zum Start ins neue Schuljahr. Halten Müdigkeit, Apathie, Reizbarkeit oder Konzentrationsprobleme lange an oder beeinträchtigen den Alltag deutlich, raten die Fachleute zum Gespräch mit dem Kinderarzt. Familien sollten außerdem prüfen, ob der Impfkalender aktuell ist.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com