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Über 800 Fälle: Telefon gegen Seniorenmisshandlung meldet Rekord

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Mehr als 800 Fälle von Seniorenmisshandlung sind in den ersten acht Monaten 2026 beim Telefon gegen Misshandlung älterer Menschen gelandet. Die Zahl ist für diesen Zeitraum die höchste seit Start des Angebots im Jahr 2019. Confemac betreibt das Hilfstelefon.

Número de casos atendidos por el Telefóno contra el maltrato de las personas mayores.
Europa Press

Damit liegen die bisherigen Meldungen bereits bei 20 Prozent der Fälle aus dem gesamten Jahr 2025. Damals registrierte das Telefon 666 Anrufe. Hält das Tempo an, könnte 2026 den bisherigen Höchstwert von 846 Fällen aus dem Jahr 2023 übertreffen.

Psychische Misshandlung führt die Statistik an

Psychische Misshandlung macht mit 33,5 Prozent den größten Anteil der registrierten Formen aus. Es folgt finanzielle Misshandlung mit 15,1 Prozent. In 13,4 Prozent der Fälle geht es um Verhalten, das Freiheit und Rechte älterer Menschen einschränkt.

Familie und Pflegeheime als häufigste Orte

Wo Angaben zum Umfeld vorliegen, entfällt mehr als die Hälfte der Fälle auf die Familie: 55,8 Prozent. Pflegeheime folgen mit 21,3 Prozent.

Regional bündeln Andalusien mit 26,4 Prozent und Madrid mit 21,7 Prozent fast die Hälfte der Meldungen. Dahinter liegen Katalonien mit 10 Prozent und die Valencianische Gemeinschaft mit 9,5 Prozent.

Confemac fordert eine ausreichende und dauerhafte Finanzierung des Telefons. Nach Angaben der Organisation führen mehr Bekanntheit und Reichweite auch dazu, dass Fälle sichtbar werden, die sonst verborgen, unsichtbar oder normalisiert bleiben könnten. Die höhere Zahl der Meldungen bedeute deshalb nicht zwingend, dass Misshandlungen zunehmen – sie könne auch auf bessere Erkennung und einen leichteren Zugang zu Hilfe hindeuten.

Themen: Politik

Quelle: Europa Press / Mallorca.com