Son Espases: Ministerin vermeidet Rückendeckung für Chefin
Im Parlament in Palma hat Gesundheitsministerin Manuela García eine klare Rückendeckung für die Chefin des Universitätskrankenhauses Son Espases, Cristina Granados, vermieden. Die Opposition fordert deren Rücktritt und kritisiert Probleme bei PET-TAC-Untersuchungen sowie lange Wartezeiten. García verteidigte am Mittwoch stattdessen ihre eigene Bilanz.
Die PSIB-Abgeordnete Mercedes Garrido fragte, ob Granados die Unterstützung von García und Regierungspräsidentin Marga Prohens habe. Sie verwies auf Rücktritte mehrerer Verantwortlicher des Krankenhauses und auf Vorwürfe von „Demütigungen, Missachtung und Übergriffen“ gegen die Klinikchefin. Außerdem sprach Garrido von stark gestiegenen Wartelisten und überlasteten Notaufnahmen. García ging auf eine ausdrückliche Verteidigung von Granados nicht ein.
Streit um PET-TAC und Personal
Patricia Gómez von der PSIB nannte die Lage in Son Espases „schwerwiegend“. Krebspatienten seien wegen weniger PET-TAC-Untersuchungen infolge fehlender Techniker besorgt. Beschäftigte des Dienstes erstellten Berichte laut Gómez mit drei Monaten Verzögerung. Das könne darüber entscheiden, ob ein Krebs operiert werden könne oder nicht, sagte die Abgeordnete.
García warf der Opposition Demagogie vor. In der laufenden Legislaturperiode seien 1.400 PET-TAC-Untersuchungen mehr durchgeführt worden als in der vorherigen. Der Dienst sei mit zehn Fachkräften besetzt, habe in den vergangenen Monaten aber Arbeitsausfälle und eine Abordnung verkraften müssen. Das Ministerium habe deshalb einen Plan für neues Personal und zusätzliche Termine gestartet.
Nach Angaben der Ministerin bewertet stets ein Fachmann, ob eine PET-TAC-Untersuchung medizinisch angezeigt ist. Sie kritisierte Gómez dafür, eine klinische Entscheidung mit politischen Argumenten infrage zu stellen.
Ministerin verweist auf eigene Bilanz
García warf der früheren sozialistischen Regierung lange Wartelisten, geringe OP-Aktivität, fehlende Investitionen und prekäre Arbeitsbedingungen vor. Ihre Regierung habe dagegen neue Angebote wie Allergologie, eine Schlaganfall-Einheit und eine ausgebaute Pädiatrie geschaffen.
Zudem nannte sie einen Personalzuwachs von 8 Prozent, 20 Millionen mehr Investitionen und den Ausbau fortschrittlicher Therapien. Die PSIB benutze das Gesundheitssystem als „Nebelkerze“, um Korruption und das Versagen bei anderen Krisen zu verdecken, sagte García.
Themen: Streiks · Gesundheit · Politik
Quelle: Europa Press / Mallorca.com