Rücktritte bei Son Espases: Regierung hält an Chefin fest
Nach wiederholten Rücktritten in der Führung des Universitätskrankenhauses Son Espases in Palma bleibt Geschäftsführerin Cristina Granados im Amt. Die Balearen-Regierung spricht ihr weiter das volle Vertrauen aus. Regierungssprecher Antoni Costa erklärte am Freitag, Granados leiste gute Arbeit.
Costa verwies auf die Größe des Krankenhauses: Dort arbeiten fast 6.000 Fachkräfte, das Budget liegt bei 680 Millionen Euro. Die Leitung habe sich nach seinen Worten deutlich verbessert.
Pflege-Direktorin nennt persönliche Gründe
Die Direktorin für Pflege, Natalia Vallés, hatte ihren Rücktritt am Donnerstag bekannt gegeben. Laut Costa geschah dies aus strikt persönlichen Gründen. Auch der balearische Gesundheitsdienst IBSalut hatte diese Begründung für die verschiedenen Rücktritte genannt.
Costa sagte, daraus lasse sich kein Problem in der Führung durch Granados ableiten. In einem Krankenhaus wie Son Espases könne es unterschiedliche Gründe für Wechsel geben. Alle frei gewordenen Posten in der Leitung seien ersetzt worden.
Regierung sieht Ärzte-Streik als größeres Problem
Als dringlicher bezeichnete Costa den unbefristeten landesweiten Streik der Ärzte gegen die Regierung von Sánchez. Dieser treffe die Wartelisten nach seinen Worten besonders stark und beeinträchtige damit die Gesundheit der Menschen auf den Balearen.
Costa forderte zudem die Entlassung von Gesundheitsministerin Mónica García. Er wirft ihr vor, keine Einigung mit der Ärztegewerkschaft zu erreichen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com