Spott-Accounts an Schulen: Polizei warnt vor „Curis“
Ein beleidigendes Meme, ein Gerücht oder eine demütigende Zeichnung: Solche Posts können Schüler vor ihren Mitschülern bloßstellen. Die spanische Nationalpolizei warnt am 23. Oktober 2026 in Madrid vor Spott-Accounts, sogenannten „Curis“, die Schüler und Lehrkräfte angreifen. Die Profile nutzen oft Namen, Kürzel oder Bilder einer Schule und teilen Memes, Zeichnungen und Videos aus dem Unterricht.
Wann aus einem Scherz ein Angriff wird
Nicht jeder Beitrag auf einem solchen Konto ist verletzend: Manche Posts sind humorvoll und respektvoll. Die Warnung der Polizei gilt Veröffentlichungen, die einzelne Menschen verspotten oder demütigen – etwa wegen ihres Aussehens oder mit herabwürdigenden Bildmontagen.
Auch ohne Foto oder vollständigen Namen können Mitschüler die betroffene Person erkennen, etwa an einem Spitznamen oder einem Hinweis auf ihre Klasse. Je nach Schwere und Umständen können solche Posts strafrechtliche und zivilrechtliche Folgen haben. Eine Zeichnung, ein angeblicher Scherz oder ein anonymes Profil ändern nichts daran, dass Inhalt und Schaden geprüft werden können.
Was Betroffene sichern sollten
Die Polizei rät Betroffenen, Screenshots der Beiträge und wichtiger Kommentare aufzubewahren. Darauf sollten nach Möglichkeit auch das Datum und das veröffentlichende Profil zu sehen sein. Ebenso sollten sie Nutzernamen und Links zur Seite und zu den Beiträgen sichern, das Material aber nicht unnötig weiterverbreiten.
Danach empfiehlt die Polizei, die Posts auf der Plattform zu melden und Personen zu blockieren, die Betroffene belästigen. Minderjährige sollten sich einem Erwachsenen ihres Vertrauens und ihrer Schule anvertrauen. Betroffene und ihre Familien können die Vorfälle bei der spanischen Nationalpolizei anzeigen.
Themen: Polizei
Quelle: Europa Press / Mallorca.com