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Mallorca gibt 23.000 Euro für Suche nach Jaume IV

Verantwortlich für den Inhalt: Frank Menze

Auf einem Grundstück in Soria suchen Archäologen nach den möglichen Gebeinen von Jaume IV. Die Grabung beginnt am 15. September und endet am 30. dieses Monats. Die Regierung der Balearen und der Consell de Mallorca stellen dafür knapp 23.000 Euro bereit.

El director general de Cultura del Govern, Llorenç Perelló, y la consellera insular de Cultura Patrimonio, Antònia Roca, con las personas que dirigirán el proyecto.
Europa Press

Jaume IV soll nach bisherigen historischen Forschungen in der Kapelle eines ehemaligen Franziskanerklosters in Soria begraben sein. Die Kapelle wurde zerstört, damit französische Truppen sie während der Invasion nicht als Versorgungsort nutzen konnten.

Hohlräume unter dem früheren Kloster

Ein Georadar, ein Gerät zum Aufspüren von Strukturen unter der Erde, zeigte an der Stelle Hohlräume. Sie könnten zu jener Kapelle gehören, in der Jaume IV bestattet worden sein soll.

Das Team gräbt auf rund 115 Quadratmetern des ehemaligen Klostergeländes. Drei Archäologen und ein technischer Assistent arbeiten dort unter der Koordination des Historikers Biel Ensenyat. Bei Bedarf kommen weitere Fachleute hinzu.

Schon 2008 legten Grabungen Strukturen und einen gebauten Bereich unter dem früheren Altar frei. Damals konnten die Fachleute aber nicht klären, ob sich darunter die Überreste von Jaume IV befinden.

Suche nach möglichen Gräbern

Die neue Grabung erweitert die Untersuchung bis zur Apsis und zur Abschlussmauer der alten Kapelle. Das Team will Erdschichten und mögliche Gräber finden, die zu historisch dokumentierten Bestattungen passen.

Projektkoordinatorin Helena Inglada sagt, offen sei, was die Fachleute vorfinden und in welchem Zustand es ist. Möglich seien eingestürzte Mauern oder andere beschädigte Strukturen, für die Spezialmaschinen nötig wären.

Falls die Überreste von Jaume IV eindeutig identifiziert sind, soll die Ausgrabung enden. Werden sie gefunden, hält Inglada eine Überführung nach Mallorca aus Gründen der historischen Gerechtigkeit für angebracht. Eine Entscheidung darüber gibt es aber noch nicht.

Themen: Kultur · Llucmajor

Quelle: Europa Press / Mallorca.com