4.339 Jugendliche: Studie gegen Suizid auf den Balearen
In den kommenden Wochen nehmen 4.339 Schülerinnen und Schüler auf Mallorca, Menorca und Eivissa an einer Studie zur Suizidprävention teil. Das Projekt SOM·RIU erreicht 43 Schulen der Sekundarstufe und 171 Klassenräume. Das Institut für Gesundheitsforschung der Balearen (IdISBa) kündigte den Start der Umsetzungsphase einer klinischen Studie an.
SOM·RIU soll das emotionale Wohlbefinden stärken und Jugendlichen helfen, mit psychischem Unwohlsein umzugehen. Das Programm will zudem Vorurteile gegenüber psychischen Problemen abbauen und dazu ermutigen, bei Bedarf Hilfe zu suchen.
Workshops im Unterricht
Die Jugendlichen arbeiten in mehreren Präsenz-Workshops während der Unterrichtszeit. Dabei geht es um das Erkennen und den Umgang mit Gefühlen, gesunde Bewältigungsstrategien, Warnsignale bei psychischem Leiden sowie Unterstützung unter Gleichaltrigen.
In den meisten beteiligten Schulen leiten Schulpsychologen, Beratungslehrkräfte und weitere Fachkräfte aus den Unterstützungsteams das Programm. Sie erhalten dafür eine spezielle Schulung des Forschungsteams. Familien, Lehrkräfte und andere Beschäftigte der Schulen bekommen zusätzlich eine digitale Plattform mit Materialien und wissenschaftlich fundierten Informationen.
Ergebnisse sollen künftige Maßnahmen prägen
Das Projekt soll zeigen, wie wirksam schulische Maßnahmen für psychische Gesundheit und Suizidprävention sind. Die Ergebnisse sollen späteren öffentlichen Strategien zum Schutz der psychischen Gesundheit junger Menschen als Grundlage dienen.
Projektleiter Ignacio Ricci betont, viele psychische Probleme träten vor dem 18. Lebensjahr auf. Gerade deshalb könne frühes Eingreifen einen großen Unterschied machen.
Themen: Bildung · Gesundheit
Quelle: Europa Press / Mallorca.com