Tierquälerei: 283 Verurteilungen in Spanien 2025
Wegen Tierquälerei sprachen Gerichte in Spanien 2025 insgesamt 283 Verurteilungen aus. Gleichzeitig eröffneten die Behörden 1.232 Gerichtsverfahren wegen Misshandlung von Haustieren. Die Zahlen stammen aus der Jahresbilanz der Staatsanwaltschaft für 2025, die am 12. September in Madrid vorgestellt wurde.
Die Zahl der Verfahren sank gegenüber 2024 um 18,6 Prozent: Im Vorjahr waren es 1.515. Dennoch untersuchte die Staatsanwaltschaft mehr Fälle. Sie leitete 366 Ermittlungsverfahren ein, nach 307 im Jahr 2024. Das entspricht einem Plus von 19,2 Prozent.
Mehr Ermittlungen, mehr Schuldsprüche
Die Zahl der Verurteilungen stieg um 8 Prozent, von 262 auf 283. Zugleich gingen die Anklageschriften wegen Tierquälerei zurück: Die Staatsanwaltschaft reichte 313 ein, 2024 waren es 353 gewesen.
58 Verfahren endeten 2025 mit einem Freispruch. Im Vorjahr hatte es 62 Freisprüche gegeben.
4.707 Gerichtsverfahren in Umweltbereichen
Insgesamt eröffneten die Behörden 2025 4.707 Gerichtsverfahren in den Bereichen Umwelt, Städtebau, historisches Erbe, Flora und Fauna, Waldbrände sowie Tierquälerei. Mit 1.232 Verfahren stellte die Misshandlung von Haustieren den größten Posten vor Städtebau und Raumordnung mit 1.072 Verfahren.
Die Jahresbilanz nennt außerdem 82 Abrisse illegaler Bauten im Jahr 2025. Die Staatsanwaltschaft fordert eine stärkere Kontrolle bei der Vollstreckung solcher Abrisse, räumt aber ein, dass die tatsächliche Zahl höher liegen könnte.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com