MÉS fordert Prüfung der Tirme-Konzession
MÉS per Mallorca hat am 23. August in Palma auf Mallorca eine sofortige Überprüfung der Tirme-Konzession für die Behandlung fester Siedlungsabfälle auf der Insel verlangt. Anlass ist ein Bericht der Intervención General des Consell de Mallorca, den die Partei als negativ bewertet und der die Tarifformel infrage stellt. MÉS fordert zudem eine unabhängige Gesamtprüfung der Konzession.
Bericht beanstandet Tarifmodell und Rentabilität
Nach Angaben von MÉS beschreibt der Bericht die Konzession als mit erheblichen Auswirkungen verbunden und warnt vor unverhältnismäßigen Rentabilitätswerten. Die Partei verweist dabei auf eine im Bericht genannte Rentabilität von 77 Prozent und kritisiert, dass die öffentliche Verwaltung einen großen Teil von Kosten und Risiken übernehme.
Seit Ende 2023 seien mehr als 103 Millionen Euro über Kreditänderungen eingesetzt worden, um die Tarife von Tirme zu begrenzen, zu bezuschussen oder zu regulieren, teilte MÉS mit. In diesem Jahr habe der Betrag bei 41,4 Millionen Euro gelegen.
MÉS verlangt umfassende Kontrolle
Die Partei verlangt eine sofortige Überarbeitung der Tarifformel sowie eine Prüfung der Investitionen, Kosten und betrieblichen Abläufe von Tirme. Auch Gewinne und ausgeschüttete Dividenden sollen nach ihrer Forderung kontrolliert werden.
Darüber hinaus fordert MÉS, dass für die Zeit nach Ablauf der Konzession ein neues Modell für die Abfallbehandlung vorbereitet wird. Die Sprecherin der Partei im Consell de Mallorca, Catalina Inés Perelló, sieht nach eigenen Angaben politischen Klärungsbedarf über die Verantwortung für die Konzession.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com