Rallye-Tod auf Mallorca: Polizei vermutet zu hohes Tempo
In einer Kurve bei Mortitx auf Mallorca kommt am Freitag ein Rallye-Wagen von der Ma-10 ab und stürzt einen mehrere Meter tiefen Abhang hinunter. Der 63-jährige deutsche Fahrer Klaus Rader stirbt noch am Unfallort. Seine 39-jährige deutsche Beifahrerin Christina Ettel erleidet schwere Verletzungen. Der Unfall passiert bei der sechsten Rally 550 Challenge de Mallorca auf Kilometer 10 der Ma-10, in Richtung Lluc von Pollença aus.
Polizei prüft überhöhtes Tempo
Die Ermittler vermuten, dass der Wagen zu schnell fuhr. Quellen aus dem Umfeld der Ermittlungen schließen aber auch andere Möglichkeiten nicht aus, darunter Mängel an der Straße. Die Kriminalpolizei aus Inca untersucht den Unfall. Feuerwehrleute mussten beide Insassen aus dem abgestürzten Wagen bergen.
Die Ermittler haben die Organisatoren der Rallye befragt. Diese brachen die Veranstaltung aus Trauer ab. Der Wagen der beiden Verunglückten fuhr offenbar als Vorausfahrzeug mit und nahm nicht an der Wertung teil.
Beifahrerin meldet sich von der Intensivstation
Ettel kam nach dem Unfall mit Wirbelsäulenverletzungen ins Universitätsklinikum Son Espases auf Mallorca. Nach Angaben aus dem Krankenhaus beantragte sie ihre Entlassung auf eigenen Wunsch, um in eine Privatklinik zu wechseln. Am Montag schrieb sie auf Instagram, dass sie weiterhin auf einer Intensivstation liege.
Sie berichtet von Brüchen an zwei Wirbeln, einer Kompressionsverletzung an einem dritten und einem Bluterguss an der Leber. Arme und Beine könne sie vollständig bewegen, stellte Ettel klar. Sie dankte für die Unterstützung und sprach Raders Familie ihr Beileid aus.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com