Palma: Sieben nach Tourismus-Protest beschuldigt
Sieben Teilnehmer des Tourismus-Protests vom 26. Juli in Palma auf Mallorca stehen wegen öffentlicher Unruhen und Sachbeschädigung im Fokus der Nationalpolizei. Die Plattform „Menys Turisme, Més Vida“, die den Protest gegen touristische Überlastung organisiert hatte, weist die Vorwürfe zurück. Sie wirft den Einsatzkräften vor, mit den Beschuldigungen von deren eigenem gewaltsamen Vorgehen ablenken zu wollen.
Sprecher Dani Comas erklärte, die Ausschreitungen seien durch die Präsenz der Bereitschaftspolizei entstanden, nicht durch friedliche Demonstranten. Die Plattform spricht zudem von einem bislang wenig transparenten Verfahren.
Polizei legt Bericht dem Gericht vor
Die Nationalpolizei hat ihren Bericht nach Angaben von mit dem Fall vertrauten Quellen bereits an die zuständige Justizbehörde geschickt. Diese führt die Ermittlungen weiter und entscheidet, ob sie die sieben identifizierten Demonstranten vorlädt.
Die Untersuchung des Vorgehens der Polizisten liegt bei der Obersten Polizeidirektion in Valencia. Die eingesetzten Beamten der Polizeieinheit Unidad de Intervención Policial, der Bereitschaftspolizei, unterstehen ihr.
Organisatoren planen Sammelklage
Comas kritisierte, die Verlagerung der Untersuchung nach Valencia könne das Verfahren verzögern und dazu führen, dass Verantwortliche straffrei blieben. Die Organisatoren erledigen nach eigenen Angaben weiter die notwendigen Schritte für eine Sammelklage gegen das Polizeivorgehen.
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Quelle: Europa Press / Mallorca.com